Macht Nikotin süchtig?

  • Ich sehe es so, dass man mit dem Damfen ja auch - nachdem man die anderen Schadstoffe vom Rauchen endlich los ist - auch das Nikotin langsam mindert. Der Körper gewöhnit sich doch langsam an die geringeren Mengen. Auch dieser Schritt tut der Gesundheit gut, denn Nikotin ist nunmal auh nicht gesund.

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    Ich dampfe, also... wo bin ich hier?

  • Heiner , so sehe ich es auch. Für mich war das auch machbar. Bin bei 2 mg MTL. Noch vor 18 Monaten rauchte ich 40-50 Zigarretten am Tag, oh je. Dann dampfte ich 12 mg Nikotin MTL, immer weiter runter. Eine Dampfe steht bei mir, in der ich ohne Nikotin dampfe. Ich wechsel das immer ab, aber zukünftig wird es nur noch 0 mg sein, wenn mein aktuelles Liquid verbraucht ist.

    Weltenbummler

  • Eher gegenteilig. Das Nikotin ist Benzoesäuregebunden, braucht damit länger um vom Körper aufgenommen zu werden. Hier scheiden sich die Geister. Die schnellere Aufnahme deute ich persönlich nur als Werbeversprechen, mit der Argumentation des niedrigeren PH-Wertes. (Nikotin als solches ist basisch, was auch das kratzen verursacht.)


    Ich nutze Nic-Salz nur noch als Gemisch mit freiem Nikotin, da zwar das Kratzige beinahe entfällt, ich aber ein "Kloß-im-Hals"- Gefühl bei zu viel Nic-Salz bekomme....warum auch immer.


    Base führt zu einer niedrigeren Konzentration im Blut, die allerdings etwas langsamer abflutet. Sagt zumindest eine eher kleine Studie.

    Lest selbst.

    Komplette Studie: Klick mich

    Entsprechende Grafik: Klick mich

    (Nein, das ist nicht Axel Springer SE, das ist der Springer Verlag, ein hochangesehener Wissenschaftsverlag und definitiv zitierfähig.)

  • Ich könnte mir das gar nicht vorstellen ohne Nikotin zu dampfen, dann ist das Ganze für mich irgendwie sinnlos. ^^

    Aber ich bin ja auch abhängig, natürlich kann ich mir ohne nicht vorstellen.

  • Ich könnte mir das gar nicht vorstellen ohne Nikotin zu dampfen, dann ist das Ganze für mich irgendwie sinnlos. ^^

    Hättest du geschrieben "noch nicht" hätte ich das verstanden. Es geht ganz ohne, es geht aber auch gut mit weniger. Ich hab früher 40 - 45 sebst gestopfte Zigaretten am Tag geraucht - bis der Herzkasper zuschlug. Ich dampfe heute viel, aber eben nur mit Nikotin und das in geringer Dosierung. Mein Kardiologe ist - zumindest was das betrifft - zufrieden mit mir. Zum Lungenfacharzt brauch ich nicht mehr. Als Raucher war ich nicht mehr in der Lage einen längeren Satz zu sagen ohne mindestens einmal Luft zu holen. Das änderte sich schon nach einem halben Jahr. Das hat allerdings auch nichts mit dem Nikotin zu run.

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    Ich dampfe, also... wo bin ich hier?

    Einmal editiert, zuletzt von Heiner ()

  • Das mag vielleicht auf den Hobby Aspekt zutreffen, für mich ist es aber grad eher Mittel zum Zweck - Nikotin in nicht so schädlicher Form aufnehmen.


    Wobei ich mich schon dabei ertappt habe, das ich mir neue Hardware gekauft habe, die ich nicht brauche. ^^

  • Du wirst lachen wenn ich dir sage das du gar nicht süchtig nach Nikotin bist, denn den Effekt hat Nikotin gar nicht (Nikotin macht genauso wenig süchtig wie Koffein). Du bist (genau wie alle anderen hier im Forum) Verhaltenssüchtig (du führst dir was zum Mund, ziehst daran, inhalierst etwas und wenn du ausatmest siehst du ein mehr oder weniger großes Wölkchen <-- DANACH bist du süchtig, das Nikotin und seine Effekte sind nur die Sahnehaube obendrauf). Es gibt jede Menge Leute die selbst dann noch weiter dampfen nachdem die schon bei 0mg Nikotin angekommen sind.

  • Sparks zumindest ist es die langfristigere Sucht die lange an der psyche kratzt. Vom Nikotin runter ist man in der Regel nach spätestens 3 Wochen. Zumindest nach meiner Erfahrung 😂


    Edit...also mit langfristig meine ich das eingebrannt Verhaltensmuster 😂 ich kann mich noch gut an Nikotinpflaster auf meinem Rücken erinnern und den Überflash, weil ich parallel zur Kippe gegriffen habe 😂

    2 Mal editiert, zuletzt von Illmix ()

  • ich kann mich noch gut an Nikotinpflaster auf meinem Rücken erinnern und den Überflash, weil ich parallel zur Kippe gegriffen habe 😂

    Ich hatte meine Nikotinpflaster außen am Oberarm und kann mich noch gut entsinnen, dass es sich während des Schweiß treibenden Trainings mir die ganze Haut verätzt hat. Der Rest landete im Mülleimer. Ich hatte sowieso den Eindruck, dass die Dinger keinerlei Effekt hatten.

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    Ich dampfe, also... wo bin ich hier?

  • Du wirst lachen wenn ich dir sage das du gar nicht süchtig nach Nikotin bist, denn den Effekt hat Nikotin gar nicht (Nikotin macht genauso wenig süchtig wie Koffein). Du bist (genau wie alle anderen hier im Forum) Verhaltenssüchtig (du führst dir was zum Mund, ziehst daran, inhalierst etwas und wenn du ausatmest siehst du ein mehr oder weniger großes Wölkchen <-- DANACH bist du süchtig, das Nikotin und seine Effekte sind nur die Sahnehaube obendrauf). Es gibt jede Menge Leute die selbst dann noch weiter dampfen nachdem die schon bei 0mg Nikotin angekommen sind.


    Das ist sehr vereinfacht.

    Richtig ist, das Nikotin, oral eingenommen, wohl kein wirkliches Suchtpotential hat.

    Richtig ist auch, das selbst beim Dampfen das Suchtpotential vermutlich eher gering ist, und, würde das Dampfen das Rauchen verdrängen, die Zahl der Gelegenheits- oder Party-Dampfer vermutlich deutlich höher wäre.


    Jetzt kommen wir aber an den Punkt, an dem du falsche Schlüsse ziehst.

    Dampfen ist eine Konsumform, die per se, wegen des schnelleren Anflutens, ein höheres Suchtpotential hat, als oraler Konsum. Dieses Phänomen ist bei allen Substanzen zu beobachten, je kürzer der Abstand zwischen Einsetzen der Wirkung und Einnahme ist, um so höher das Suchtpotential.

    Und Zigaretten machen durchaus süchtig, dafür ist eine Kombination aus Nikotin und anderen Stoffen (MAO-Hemmer und andere) verantwortlich, und diese Sucht kann man dann auf Nikotin umlenken, selbst wenn eine Sucht ursprünglich nicht möglich gewesen wäre. Man entkommt der Sucht nicht, man nutzt einen Ersatzstoff (oder eine Ersatzhandlung).

    Die Dampfer, die mal Raucher waren, bleiben süchtig, für immer, selbst wenn sie nicht mehr rauchen oder dampfen. Deshalb werden sie so oft rückfällig. Freud und andere haben schon vor 100 Jahren nachgewiesen, dass man Opiatsucht mit Kokain bekämpfen kann, aber dann ist man eben Kokainabhängig, nutzt nicht viel, daher hat es sich nicht durchgesetzt. Hier gibt es allerdings einen entscheidenden Unterschied.

    Dampfen ist deutlich weniger schädlich als rauchen, und vom Dampfen kommt man leichter los, also ist hier der Zwischenschritt auch dann sinnvoll, wenn man ganz aufhören will. Aber die Sache ist kompliziert, mit pauschalen Aussagen kann man bei dem Thema nur falsch liegen. Vermutlich meintest du in etwa, was ich schrieb, aber ich denke, das Thema zu ernst ist, um einfach mal schnell was zu schreiben. Nimm's nicht persönlich.


    Sucht ist ein sehr komplexes Thema. (Ich hoffe, ich schweife jetzt nicht zu weit ab.)

    Was ist Sucht eigentlich?

    Zitat

    Die Weltgesundheitsorganisation definierte Sucht 1957 als einen Zustand periodischer oder chronischer Vergiftung, der durch den wiederholten Gebrauch von natürlichen oder synthetischen Substanzen hervorgerufen wird und durch die Kriterien des unbezwingbaren Verlangens der Beschaffung und der Einnahme des Mittels (Abstinenzunfähigkeit), der Tendenz zur Dosissteigerung (Toleranzsteigerung), der psychischen oder auch physischen Abhängigkeit von der Wirkung der Substanz und der Schädlichkeit für den Betroffenen selbst oder für andere, bestimmt wird. Physische Abhängigkeit liegt vor, wenn durch den plötzlichen Abbruch des Konsums körperliche Symptome wie z.B. Blutdruck- und Pulserhöhung auftreten. Die psychische Abhängigkeit bezeichnet das unstillbare Verlangen, einen Suchtstoff zu konsumieren, auch wenn keine Anzeichen physischer Abhängigkeit bestehen. Beide Aspekte sind bei einer Suchtentwicklung als relevant zu erachten, wobei die psychische Abhängigkeit wesentlich länger als die physische Abhängigkeit besteht und ein Hauptfaktor hoher Rückfallquoten darstellt. Außerdem gilt es neben der substanzbezogenen Abhängigkeit die „nicht-substanzgebundenen“ Süchte zu berücksichtigen. So können auch Verhaltensweisen krankhaft entgleisen und zu zwanghaften Tätigkeiten werden. Es lassen sich also sowohl die substanzgebundene und die „nicht-substanzgebundene“ Sucht, als auch die psychische und physische Sucht differenzieren.

    Niekrens, S. (2012). Definition und Differenzierung der Sucht.
    In: Sucht im Alter. Soziologische Studien, vol 40. Centaurus Verlag & Media, Herbolzheim. https://doi.org/10.1007/978-3-86226-898-6_5



    Fällt Tabak wirklich unter diese Definition?

    Die Zahl der Kippen, die ich geraucht habe, lag zwischen 40 und 60, über mehr als ein Jahrzehnt. Das Kriterium der Dosissteigerung war weder bei mit, noch bei vielen anderen, erfüllt. Das Problem ist, es gibt keine gute Definition zu dem Begriff.


    Wen das Thema wirklich intressiert, der sollte mal hier weiterlesen, sehr interessante Gedanken zum Thema.

  • Ich teile die Meinung das Nikotin nicht süchtig macht, auch nicht.


    Wenn dem so wäre, warum bekomm ich bei 1mg/ml dann ständig Suchtdruck, ab 2mg aufwärts aber nicht mehr?

    Je nach Nikotingehalt, dampf ich mehr oder weniger und nicht weils in der Gusche brennt, sondern weil meine Nikotinrezeptoren sagen "Ey Junge, wo bleibt das Nikotin?"


    Zigaretten haben noch mal wieder andere Katalysatoren als dampfen, stichwort Tabakzusätze, aber selbst mit unbehandeltem Tabak in 100% unbehandeltem Hanfpapier Blättchen wird man abhängig.


    Ob Dampfen, Zigaretten, Shisha, Snus oder sonstige Nikotinhaltige Produkte, Nikotinrezeptoren werden gebildet, das ist wissenschaftlich belegt.


    Und wenn ich danach google das Nikotin nicht süchtig macht, finde ich nur Dampferseiten bzw. Seiten die eindeutig Pro-Dampfen zuzuordnen sind.


    Auch wenn Unwahrheiten seitens der Tabak- und Pharmaindustrie verbreitet werden, muss man nicht in irgendwelche Sachen abdriften die wissenschaftlich belegte Erkenntnisse leugnen.
    Das hat für mich ehrlichgesagt schon was von Querdenkertum.


    Allgemein bin ich kein Fan von voreingenommenen Meinungen.

    Die einen Loben das Dampfen in den Himmel, die anderen verteufeln es.

    Es gibt aber nicht nur komplett gut oder komplett schlecht, so einfach funktioniert die Welt nun mal nicht.

  • Was bringt das, zu sagen: Du hast mal geraucht, jetzt bist du dein Leben lang süchtig? Lasst euch doch nicht verrückt machen...


    Mein Ziel ist es, nicht von einer Substanz abhängig zu sein. Und das geht mir mit dem Dampfen so. Ich dampfe wirklich sehr gerne, aber wenn keine Dampfe zur Hand ist, dann ist das so und da schreit auch keine Lunge nach Nik.

  • Was bringt das, zu sagen: Du hast mal geraucht, jetzt bist du dein Leben lang süchtig? Lasst euch doch nicht verrückt machen...

    Nichts, denn Nikotinrezeptoren bilden sich nach einer Zeit auch wieder zurück.

    Auch das ist wissenschaftlich belegt.

  • Ich halte mich schon für "süchtig" nach dem Gesamtpaket.

    Also nicht vordergründig nur nach Nikotin, aber das spielt sicher eine Rolle.

    Verrückt mach ich mich damit nicht.

    Da das Dampfen viel weniger Schaden anrichtet, verglichen mit dem Rauchen, kann ich mir Nikotinschmacht im Wechsel mit Genusssucht ganz gut zugestehen.

    Es gibt so vieles was sich nicht so genau einordnen lässt, zwischen

    gesund und ungesund, Genuss und Gewohnheit.

  • Genau und ich finde es auch ziemlich müssig sich bei einem Genussmittel (Dampfen) über ein Suchtpotential Gedanken zu machen!

    Das auch das Dampfen nicht gesund ist, ist ja klar. Aber es ist deutlich weniger schädlich als Rauchen, ist leckererer ;) , macht Laune und damit ist das ganze Problem schon erledigt für meiner einer 8o

    ich dampfe also bin ich 8o

  • Natürlich ist Nikotin auch ein Suchtstoff, kein eher harmloser was das Suchtpotenzial angeht. Ich hab einige Suchtstoffe entzogen in meinem Leben und Kokain & Co war einfacher loszuwerden wie das Nikotin. Das sagt aber gar nix aus über Schädlichkeit. Die harten Sachen sind sogar einfacher los zu werden, da man das schädliche viel stärker und unmittelbarer spürt. Beim Nikotin ist das nicht so stark zu spüren auf körperlicher Ebene, dafür aber echt fies psychisch. Sucht ist ein hoch komplexes Feld bei dem es keine einfachen Antworten gibt. Es ist aber sehr wichtig zu begreifen das der Suchtstoff halt möglichst wenig schädlich für den Körper aufgenommen werden sollte. Der psychische Teil ist der größte am Suchtkomplex, aber der körperliche eben das, was einen letztlich töten kann. Ich hab vor langer Zeit mit der Methode "wenn schon süchtig dann das körperlich harmlosere" harte Drogen sein lassen können und auch beim Nikotin ist die softe Variante Dampfen der Erfolg versprechendere Weg.

    Wissen nutzt nur wenn man es anwendet. :midi36:

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    Es wurde bereits alles gesagt - nur noch nicht von jedem ;) (Karl Valentin)

  • joh Leute, macht Euch alle nen Kopf über Sucht, oder was auch immer !

    Die medizinischen, psychosozialen Dinge des Dampfens sind mir doch vollkommen wurscht und ICH habe auch null Bock so ein Ding aus meinen Macken zu machen.

    Lebt wie Ihr wollt und geniesst es !!!

    ich dampfe also bin ich 8o

  • Nicht falsch verstehen: von Nikotin in reiner Form (so wie wir das in unseren Liquids verwenden) kann man nicht abhängig werden und das wurde in dutzenden seriösen Studien festgestellt.


    Bei Nikotin in Tabak sieht die Sache ganz anders aus (dafür hat die Tabakindustrie schon gesorgt), denn in Tabak sind ein paar Zusatzstoffe drin die zusammen mit Nikotin eine Substanz ergeben von der man sehr schnell und sehr stark abhängig wird (ich vergleiche das gerne mit einem Zwei-Komponenten-Kleber wo die einzelnen Komponenten nur wenig kleben, aber zusammengemischt klebt das Zeug bombenfest).


    Wenn heute ein Nichtraucher anfangen würde mit Nikotin zu dampfen (warum auch immer), dann würde er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine Sucht entwickeln.

    Der Inhaber von Zivipf zum Beispiel ist Nichtraucher und mit dem war ich in einer Google+ Gruppe. Der hat in einem Selbstversuch ein Jahr lang 12er Liquid gedampft und nach einem Jahr ist er wieder auf 0er umgestiegen und das einzige was er gemerkt war das der Throat-hit weg war, sonst nichts. Er war nicht abhängig geworden.


    Ich hab damals aus reiner Neugierde dann eine Woche lang 0er gedampft und habe nichts gemerkt, aber als ich nach einer Woche zurück auf 6er Liquid gewechselt habe ist mir nach ein paar Zügen fast der Schädel geplatzt (ich habe mehrere Stunden gebraucht um mich wieder an 6er zu gewöhnen). Warum ich wieder zurück gegangen bin? Weil ich hier mehrere Liter 6er Liquid stehen hatte. Was hätte ich damit machen sollen? Wegkippen? Am nächsten Tag habe ich dann all mein 6er Liquid auf 3mg runtergemischt (und habe damit den Liquidvorrat glatt verdoppelt xD) und damit war es dann erträglich.


    Durch diesen Selbstversuch weiß ich: die Sache mit der Abhängigkeit von Nikotin findet nur im Kopf statt. Ich bin überzeugt das wenn ich jemandem ein 0er Liquid gebe und da drauf schreibe das da ein 6er Liquid drin sei und den fehlenden Throat-Hit durch einen kräftigen Schuss Menthol und Koolada übertünche, dann wird derjenige dieses Liquid fröhlich dampfen ohne zu merken das da gar kein Nikotin drin ist solange er nur glaubt es sei welches drin.

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