Warum sehen meine Bilder nicht aus wie die auf Insta und Co?

  • Ich möchte mal wieder was nettes für das Board tun, daher hier mal ein einfacher Weg, Bilder in einer Minute schöner zu machen.

    Ich nutze dazu Irfan View, aber so gut wie jeder Picture Viewer kann das, man muss nichts dafür können.

    Daher hier mal Schritt für Schritt.

    OriginalBild:




    Das schneiden wir zurecht und Bringen es auf die Auflösung, die wir brauchen (ich nehme in der Regel 800 Pixel als längere Seite und gehe ungefähr auf 800x600 bzw 600x800)




    Leider ist der Dampf auf dem Foto nicht so schön, und die Watte schon etwas Braun, also werden wir nun die Kontraste verschärfen, und das Bild mehr zu einem Schwarz-Weiß Foto machen.

    Als erstes nehmen wir die Frarbe raus (-210 (von 255) Sättigung.




    Das sieht schon besser aus, aber jetzt verdeutlichen wir mal den Kontrast. Wir erhöhen den Kontrast um 50 (von 127, also etwa 40%)




    Das sieht schon langsam aus wie etwas, das wir auf Insta finden können. Aber wir wollen mehr Dampf auf dem Bild, also korrigieren wir den Gamma-Wert ein wenig.




    Ja, der Dampf ist jetzt da, aber irgendwie wird das viel zu hell, also nehmen wir nochmal ein wenig Helligkeit raus. -70 (von 255, ungefähr 27%




    Und wir haben ein schönes Bild.

    Mit diesen 5 Regelrn, die fast jeder Picviewer kann, könnte ihr extrem viel aus den Bildern holen. Hier sind die Schritte teilweise drastisch, weil absichtlichlich ein schlechtes Bild genommen wurde, tastet euch einfach von unten ran, dann sehen die Bilder schnell aus wie vom Profi.


    Und wer es gerne künstlerisch mag, kann auch mal mit Negativ-Effekten spielen, damit sieht vieles mystisch aus, hier nicht so sinnvoll, nur mal als Anregung. (Das zurechtgeschittene Bild)


  • Einige haben kein Grafik Programm, vielleicht wäre es noch interessant ein paar kostenlose Programme zu erwähnen. ?

  • Android weiss ich nicht aber bestimmt. Sowas können eigentlich die meisten Programme dieser Art. Der Standartviewer auf meinem Samsung S8 kann das meiste davon, aber Handys sind nicht meine Welt, da beschäftige ich mich absolut 0 mit, hab nur grade mal nachgesehen.

    Das erwähnte Irfan View ist Freeware. Die Plug Ins sollte man instalieren, kosten aber ebenfalls nichts. (Kommerzielle Lizens kostet 10€, Private, nichtkommerzielle Nutzung ist kostenlos, nur damit ich das korrekt angegeben habe.)

  • Ich nutze keine kostenlose.

    Benutze noch mein altes PhotoImpact und Photoshop.

    Empfehlen kann ich da leider kein kostenloses, weil ich die nicht nutze.

  • Photoshop ist natürlich um Längen besser.

    Das nutze ich, wenn es wirklich um Bildbearbeitung geht, hier wollte ich eher wirklich für Leute ohne jeden Plan was machen, bei Photoshop hätte ich den Dampf als zweiten Layer drübergelegt, den speziell bearbeitet, dann recht transparent ..., die Tröpchen entfernt, ....

    Spannend sicher, (grade für mich, der kein wirklicher Grafiker ist), aber halt nichts, wo man mal eben schnell einsteigt. Können wir gerne mal im Off-Topic länger quatschen.

    Aber das sind dann halt Sachen, mit denen man sich ein wenig beschäftigen muss, alles kein Hexenwerk, aber die Idee ist eher, wie mache ich aus dem Foto, das ich hier reinstelle, eins, das wirklich gut aussieht, obwohl ich weder Lust habe mich damit zu beschäftigen, noch eine tolle Kamera etc. habe, also wirklich wie macht man das einfach in 30 Sekunden, wenn man ein oder zwei mal vorher ein bisschen damit gespielt hat, und weiß, wie die Regler zusammen arbeiten, also wirklich so niederschwellig wir möglich. (Normalerweise macht man alle Anpassungen bei sowas ja in einem Zug.)

    Blöd gesagt, da bist du schneller fertig als PS geladen ist.

    PS ist für mich dann für solche Spielereien. (Das Bild ist nur ein Proof of Concept, und bei weitem nicht gut. Achtung, Nacktbilder, all credits to Botticelli, der das eigentliche Kunstwerk geschaffen hat. Fotoquellen: Wikipedia und ich selbst.)


  • Hier nur mal eine Kleine Liste für die Endgeräte, ich selber nutze PS für Win (immer Aktuell)


    Kostenlose Photo Apps:


    Für PC:

    SoftOrbits Photo Editor

    GIMP

    Foto Editor 10 (aktuell kostenlos in Win10 Store)

    Vollversion: Photoshop CS2 (Angebor von Chip)

    Paint.net

    Picasa

    Photoscape


    Android:

    Adobe Photoshop Express:Fotoeditor-Collagefunktion

    Photo Editor PRO

    Toolwiz Photos-Pro Editor

    PhotoDirector - Foto Editor zum Bilder bearbeiten

    Foto bearbeiten - Lumii



    Mac:

    GIMP

    Color Projects 4

    Photoshop Express: Onlinedienst mit allem Wichtigen

    LightZone: Bildbearbeitung ohne Risiko

    HDR Projects 4 – Kostenlose Vollversion: HDR Aufnahmen erstellen

    "Wenn ich eine Weile ohne Lust und ohne Schmerz war und die laue fade Erträglichkeit sogenannter guter Tage geatmet habe, dann wird mir in meiner kindischen Seele so windig weh und elend, dass ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläfrigen Zufriedenheitsgott ins zufriedene Gesicht schmeiße und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle als diese bekömmliche Zimmertemperatur."
    Hermann Hesse

    Vorlage für Akkuträger

    Liquidvorlage

  • Fast wichtiger als die Nachbearbeitung find ich das Bild selbst. Ich fotografiere grundsätzlich NIE mit Blitz. Jedenfalls nicht mit dem frontal ausgerichteten Handyblitz, der ja eigentlich nur ein Notbehelf ist. Ebenso ist der Bildausschnitt für mich entscheidend für ein gutes Bild.


    Hier mal meine Harpy. Mit „ungünstigem“ Bildausschnitt und Blitz.



    Und hier mit Umgebungslicht, sinnvollerem Ausschnitt und ein wenig Helligkeits-/Kontrast- und Schwarzpunktanpassungen mit den IPhone Bordmitteln.


  • Mit dem fred hier können ja alle fas hobbyphotografen werden 😂

    "Wenn ich eine Weile ohne Lust und ohne Schmerz war und die laue fade Erträglichkeit sogenannter guter Tage geatmet habe, dann wird mir in meiner kindischen Seele so windig weh und elend, dass ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläfrigen Zufriedenheitsgott ins zufriedene Gesicht schmeiße und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle als diese bekömmliche Zimmertemperatur."
    Hermann Hesse

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    Liquidvorlage

  • Bildausschnitt stimmt definitiv.

    Blitz hat in meinen Augen Vor- und Nachteile.

    Je nach dem, was du willst, kann Blitz schon Sinn machen, grade wenn man den Dampf fotografieren will, der sieht in dem recht scharfen Licht voller aus. (Blitz erhöht den Kontrast, was das Bild klarer macht, ausserdem ist die Blende kleiner, ebenso die Belichtungszeit, was das Bild schärfer und evtl. detailreicher macht. Manche Farben sind auch etwas voller.)


    Wenn man einfach ein schönes Bild will bin ich in der Regel bei dir, ohne wird es einfach etwas weicher, und natürliches Licht hat seinen Reiz, die Farben sind zwar oft etwas blasser, aber es sieht einfach natürlicher aus. (Grade bei Haut sieht die blassere Farbe meistens besser aus, blass ist hier nicht negatig zu verstehen.) Ich mag das, aber das würde ich eher unter persönlichem Geschmack oder Stil einordnen. Ich würde jedem empfehlen, da einfach zu testen, ob, und wenn bei was der Blitz besser ist, oder eben nicht

    "Nie" ist mir als Rat ein wenig zu stark, einigen wir uns auf "so selten wie möglich, so oft wie nötig".

    Bei deiner Ritterburg hätte ich z..B. auf Blitz getippt (oder Kunstlicht), ich mag den Lichteffekt, den das gibt, zusammen mit der SW-Optik gibt das dem Ganzen etwas sehr Edles, und dabei passt eben auch die Schärfe, die das Licht hier reinbringt. Für mich dein bestes Bild bisher.

    Hab grade nochmal deine Bilder durchgeschaut, du fotografierst viel mit diesem "alten" Holz als Hintergrund, annähernd eine Schwarz-Weiß-Ästhetik, mit einer alten Spiegelreflex wäre das was für Stativ und sehr lange Blendzeit.

    Wer solche Fotos will, sollte den Blitz definitiv meiden, beim Camo-Smok auf einer Klavierlack-Fläche, der ein wenig 80er Pop-Look haben soll, kann das anders aussehen. Wobei natürlich eine gute Beleuchtung immer besser ist als jeder Blitz, und Handyblitze nicht die besten Blitze sind.

  • Was vielleicht für den einen oder anderen eine gute Idee wäre, eine "DIY Fotobox".

    Nein ich rede nicht von den Großen Boxen wo man Passbilder machen kann sondern von einer kleinen, etwas doppelt so groß wie eine Schuhkiste.

    Hier mal ein Bsp mit einer Kiste, weisen Papier oder Stoff und ein paar Schreibtischlampen und je nach dem was man als Hintergrund haben will.

    "Wenn ich eine Weile ohne Lust und ohne Schmerz war und die laue fade Erträglichkeit sogenannter guter Tage geatmet habe, dann wird mir in meiner kindischen Seele so windig weh und elend, dass ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläfrigen Zufriedenheitsgott ins zufriedene Gesicht schmeiße und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle als diese bekömmliche Zimmertemperatur."
    Hermann Hesse

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  • Klugscheißmodus ein :klugscheisser01:


    Meine allgemeinen Gedanken zum Thema Foto-Programme oder: ich weiß auch was, ich weiß auch was


    Grafikprogramme unterscheiden sich zwischen den fürs DesktopPublishing und solchen für den professionellen Druck, für Filme oder Fotos. Gerade die älteren Versionen, bei denen es noch nicht eine solche Trennung gab, also die ehemals schweineteuren Programme (mehrere tausend Dollar Lizenzgebühren), die aber längst nicht mehr unterstützt werden, sind alle kostenlos "halblegal" (Tauschbörsen, eBay, UserNet usw.) erhältlich. Zum Beispiel "Corell 7", mit dem der Film "Titanic" u.a. hergestellt worden war. Aber auch von "PhotoShop" sind etliche ältere Versionen in Umlauf. Die digitale Fotobearbeitung hat sich grundsätzlich bis auf Datenkomprimierung, benötigte Rechenleistung und Formatierungen in den letzten 20 Jahren schließlich nicht verändert. "Corel 7" zum Beispiel wurde für ehemalige Superrechner entwickelt, die nur für Firmen bezahlbar waren aber deren Leistung mittlerweile Standard ist. Mit einem heutigen normalen Rechner läuft es so schnell, da hätten Grafiker in den 90er Jahren große Augen bekommen. "Gimp" ist ebenfalls eine kostenlose Vollversion, welche professionellen Programmen im Bereich Desktop-Publishing in nichts nachsteht. Des Weiteren bestehen viele andere aktuelle Grafikprogramme eigentlich nur aus abgespeckten Teilen alter, nicht mehr verbreiteter Versionen namhafter Hersteller wie Adobe, Corel und andere, die den unterschiedlichen Rechenleistungen und Betriebssystemen in Umfang und Verwendungszweck angepasst werden.


    Durchs Internet wuchs der Bereich des DesktopPublishings ab den 1990er Jahren rasant. Es sind wirklich Hunderte Grafikprogramme heute kostenlos erhältlich. Für jeden Teilbereich eines Vollprogramms, für jedes Endgerät existiert eine kostenlose "App". Aus vielen einzelnen Apps zusammengesetzt sind durchaus dieselben Arbeiten möglich wie unter einem Dach eines Vollprogramms - wobei man aber die Spionagetätigkeit der Apps abstellen sollte, denn für Gutes Kostenloses bezahlt man immer mit persönlichen Daten im Hintergrund.


    Das ist allerdings alles sooo ein weites Feld. Noch dazu ist die Fotobearbeitung ein Lehrberuf bzw. Bestandteil unterschiedlicher Berufe, da sie für einen "Normalmenschen" viel zu umfangreich ist. Von den Möglichkeiten selbst eines alten Vollprogramms nutzen die meisten "Hobby-Anwender" vielleicht 10 oder 20 Prozent.


    "IrfanView" ist eines der ältesten Teilprogramme, das ursprünglich Anfang der 1990er Jahre als eigenständiges Desktopprogramm für Windows entwickelt wurde. Und ja, auch bei Grafikprogrammen gab und gibt es von Anfang an Glaubenskriege wie bei den Browsern oder Betriebssystemen. Kein Programm erledigt aber seine Aufgaben technisch besser oder schlechter als andere, lediglich in der Bedienbarkeit unterscheiden sich viele. An was man sich einmal gewöhnt hat, was man quasi blind bedienen kann, was man in- und auswendig beherrscht, ja, es ist doch klar, dass man das dann schätzt und liebt. Zu Recht auch.


    Für ein gutes Foto ist m.E. entscheidend - und das war auch schon vor 100 Jahren so der Fall - das Auge des Betrachters und der Blickwinkel bzw. Bildausschnitt. Alles andere ist Kunst. Kunst- und Werbefotografie sind aber auch schon wieder eigenständige Bereiche, über die es meterweise Literatur gibt.


    Klugscheißmodus aus


    "Gehtꞌs noch? Das wollte doch gar keiner wissen!" Ich weiß, wollte nur auch mal was zum Thema sagen


    _____________________

    Edit: Aus Corel 11 Corel 7 gemacht (die 7er Version stammt von 1996, "Titanic" von 97 und die 11er Version, die ich neben Adobe Photoshop 7 immer noch nutze, von 2002)

  • Also ich bin komplett Adobe-geschädigt, arbeite jetzt über 25 Jahren mit Adobe-Produkten....

    Monomond, du hast vollkommen Recht, es ist eine Gewohnheitssache, vor Ewigkeiten gab es auch schon den Glaubenskrieg zwischen Corel und Adobe,

    letztendlich bestimmt der persönliche Geschmack, welche Software man nutzt...

    Während ich bei Adobe blind durch die Oberfläche navigiere, müsste ich bei anderer Software erst schauen, wo was geht...

    Entsprechend bleibt man häufig bei der Software, die man kennt....

  • lazo61 "...das haben wir vor 100 Jahren mit Adobe gemacht, das wird heut auch so gemacht"

    ich bin auch lieber in Adobe unterwegs es gibt zwar einfachere aber keine Besseren

    "Wenn ich eine Weile ohne Lust und ohne Schmerz war und die laue fade Erträglichkeit sogenannter guter Tage geatmet habe, dann wird mir in meiner kindischen Seele so windig weh und elend, dass ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläfrigen Zufriedenheitsgott ins zufriedene Gesicht schmeiße und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle als diese bekömmliche Zimmertemperatur."
    Hermann Hesse

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