Drahtcoils ausbrennen und dann abschrecken ???

  • Moin Leude!

    Also ich habe schon oft gelesen, dass man nach dem ausbrennen länger benutzter Coils, die Drahtcoils direkt in z.B. kaltem Wasser abschrecken soll.

    Hat jemand von Euch Erfahrungswerte ob das wirklich taugt?

    Ich habe das noch nie gemacht, allerdings aus reiner Unwissenheit meinerseits 8o

    ich dampfe also bin ich

  • Kann man machen, muss man aber nicht. Ich brenne meine Coils einfach nur vorsichtig aus und streiche mit einem kleinen Metallbürstchen darüber.


    Allerdings sind meine Coils bis zum nächsten Wattewechsel noch relativ clean.

    Wie leicht wäre die Welt zu regieren, wenn sie nicht aus Menschen bestünde.

    Friedrich Sieburg

  • Nö, mach ich nicht. Und so lange, wie meine Coils halten, kann abschrecken nicht besser sein.

    Ich glüh jedesmal aus, wenn ich neu bewatte und könnte mir vorstellen, dass Abschrecken zu einer schnelleren

    Materialermüdung beiträgt.

  • Meiner Erfahrung nach ist abschrecken nicht wirklich gut für coils, Drahtbürsten auch nicht (bei ummantelten). Mach ich aber auch manchmal, da ich mir Draht aber ja selbst baue ist mir egal wenn die dann schneller hin sind.

    Was gut geht aber länger dauert sind gebissreiniger. Deck mitsamt coils 10 Minuten rein, danach gründlich spülen, Blitzeblank. Dann kurz trocken tupfen und nochmal glühen, sind die wie neu. Edelstahl ist da aber empfindlicher, die werden nach ein paar mal bräunlich, was auf Oxidation (sprich Rost) hindeutet.

    Wissen nutzt nur wenn man es anwendet. :midi36:

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  • Abschrecken ist das Gegenteil von dem was man beim ausglühen eigentlich erreichen will. Je nach verwendetem Material für die Coil kann es dazu führen, dass sich ein anderes Kristallgefüge bildet und die Coil spröde wird.

    Ich würde mir das auch aus Sicherheitstechnischen Gründen nicht antun - kann auch gut passieren, dass da mal ein Teil von deiner Coil zu einem Geschoss wird wenn sie beim Abschrecken reißt. Mal abgesehen davon dass man auch mal zu tief ins Wasser tunken kann und die Kontakte kurzschließt wenn man aus versehen ran kommt.

  • Morgenstille , man muss nicht tunken.

    Ohne irgendwen zur Nachahmung animieren zu wollen: jawoll, ich bekenne, ich mach Wet Burns!

    Ab & zu jedenfalls. Und dabei werden die kurz aufgepulsten Coils kurz unter den fast nur tröpfelnden Wasserhahn gehalten. Ggfs. wiederholt, bis sämtliche Ablagerungen abgeplatzt sind.

    Wichtig ist nur, hinterher auszuglühen, damit sich die schützende Oxidschicht wieder bildet. Wie immer, bei Edelstahl gaaanz vorsichtig. Bei NiCr & Kanthal ruhig mit Schmackes.

  • Ich bin auch bekennender Wetburner und verfahre wie pilcrow (unter laufendem Wasser abschrecken). Da platzen dann die Verkrustungen ab.

    Ich warte zugegeben auch immer viel zu lange mit Wattewechsel - sieht dann meist schon übel aus. :emojiSmiley-28:

    In der Regel mache ich das max. 2-3 mal, dann kommt eine neue Coil rein.

    Kann also nicht sagen wie oft man das maximal wiederholen könnte.

    Kaputt gegangen ist mir dabei bislang nichts.


    Bei Dryburns hatte ich vom ersten Zug an gleich wieder so einen kokeligen Aschegeschmack.

    Ist einfach nicht meins bzw. meine Coils sind immer schon zu verkrustet.


    USB fand ich auch nicht so effektiv wie wetburnen. Hab aber das Gefühl ich brauche mal ein neues. Ist allgemein nicht mehr so zufriedenstellend in der Reinigung.


    Die Methode mit den Corega Tabs werde ich mal mit den handgemachten von ZumaFx versuchen. Die möchte ich schon noch etwas erhalten.

    Beim Fertigdraht bleibe ich dabei: nach etwa 30 Tankfüllungen und 0-3 Wetburns kommt eine neue Coil rein. Geht irgendwie doch am schnellsten.

  • Wenn bei mir die Wicklung verkrustet ist, pulse ich kurz, bis es leicht glüht und schrecke es mit Wasser ab.

    Ich warte nicht, bis es hell aufglüht.


    Manche schreiben doch, dass das Material danach gehärtet wird, ist dem nicht so, weil man letzten Endes das Material wieder mit Liquid benetzt und dampft.

  • Also ich hatte damit immer gute Ergebnisse erzielt.

    60 Watt aufheizen bis es hell glüht, dann unter kaltes Wasser.


    Beim Putzen mit Bürste/Pinzette ist immer die Ummantelung kaputt gegangen.

  • Man darf es nicht übertreiben.


    Nur wenn die Wicklung stark verkrustet ist, sonst geht das Material durch Ermüdung schnell kaputt.


    Denn durch das aufheizen und abschrecken entstehen Spannungen durch Ausdehnen zusammenziehen.


    Es gibt auch Methoden in der Dampferszene, wo man die Wicklung auch innen mit einem Pfeifenreiniger sauber bekommt

  • Also - auf den Baustellen sag ich immer - wie hilft nicht, nehm mal Bremsenreiniger - und wenn der nicht will wozu gibt es Azeton, dröhnt auch gleich gut bei Hautkontakt - brauchste Abends nicht so viel saufen :D :renn1:

    Wer anderen eine Grube gräbt - hat meist ein Grubengrabegerät


    Das Tolle an Intelligenz ist, dass man Ironie versteht. Das Traurige daran ist, dass man merkt, wie viele es nicht tun.

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  • Manteldraht ist ja schon recht fein und dementsprechend "empfindlicher". Bis 0,1mm gehts ja noch, aber 0,08/0,06 oder noch feiner wird da schon bisschen überstrapaziert, wenn man da mit Temperaturschocks oder harten Bürsten dran geht. Nackter Runddraht kann da bisschen mehr ab. Die Corega-tabs (ich nehm die billigsten, keine Marke) für "besondere" Coils sind schon echt gut, da sie auch nicht Metalle angreifen (würde ja so manches Gebiss dann zerstören). Ne alte Zahnbürste und Pfeifenreiniger sowie etwas Geduld/Ausdauer können aber schon Coils außen und innen wieder sauber kriegen.

    Letztlich sind Coils halt eh Verbrauchsmaterial und gerade bei billigen Drähten von der Rolle oder prebuilds lohnt das oft nicht wirklich, da nimmt man einfach neue :)



    Edit sagt noch:

    Wenn man Pfeifenreiniger benutzt, am besten nicht die, die Plastik mit drin haben (diese rot geringelten z.b.), weil das dann echt eklig ist, wenn sich da ein Stückchen in der Coil festhakt ... Am besten die einfachen rein weißen

    Wissen nutzt nur wenn man es anwendet. :midi36:

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    Einmal editiert, zuletzt von ZumaFx ()

  • Letztlich sind Coils halt eh Verbrauchsmaterial und gerade bei billigen Drähten von der Rolle [...] lohnt das oft nicht wirklich, da nimmt man einfach neue

    So handhabe ich das auch.

    4,50€ zahl ich im Sale bei Riccardo für 3 Meter Draht.

    Ich nehm 7cm für ne Chernobyl Coil nachmache (2,5mm ID, 4 Wicklungen) also 14cm pro Dual Coil Wicklung, macht 21 Cent pro Coil und 42 Cent pro Wicklung.

    Je nach Liquid hält das ca. 3 Tage.


    4,20€ im Monat Verbrauchsmaterial.

    Bei einer Wicklung und 0,5mm ID mehr geringfügig mehr Kosten, aber Bitch please, das ist halt ne halbe Schachtel Kippen. :D

  • Nuja, ne gute Handmade hält schon 2-3 Monate mindestens, meist deutlich länger (je nach Pflege halt) und man macht da nicht unbedingt alle 3 Tage ne neue Coil rein (es sei denn, man ist so bekloppter Tester wie ich :D ), sondern tauscht eben nur die Watte aus.

    Juni 's Rekord mit 1 Jahr eine meiner Aliens verwenden werde ich wohl nie knacken, aber bei meinen "Einfach greifen"-Dampfen sind die auch gern mal 2 Monate drin und meist eigentlich noch dampfbar, wenn ich die raus werfe. Das Liquid hat mir noch keine Coil kaputt bekommen, höchstens meine Faulheit, Coils beim Wattewechsel auch richtig sauber zu machen, dann setzt sich das "Ritzengelumpe" natürlich auf die Dauer unrettbar zu. Aber wie immer ist da jeder anders, hat ein anderes Empfinden und so ne frische Coil ist natürlich immer am leckersten. Bei meinen "Standard-Aliens" (3x28Ni80 mit 0,1er Edelstahlmantel) mag ich die sogar lieber, wenn die paar Tage eingedampft sind, irgendwie finde ich die dann "satter".

    Framed Staples sind da schon zu 30% "fertig", liegt aber eben an der Bauweise, da man die am schlechtesten sauber kriegt und gerade die "schmuddeligen" Liquids sich zwischen den Ribbons festkrallen.

    Wissen nutzt nur wenn man es anwendet. :midi36:

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