Frisch gewickelt: die Daten dazu

  • Da viele Coilrechner auch gerne mal daneben liegen (gerade bei nicht ganz alltäglichem Material), können hier aktuelle Wicklungen gepostet werden.


    Hilft vielleicht auch um anderen ein paar Anhaltspunkte zu geben.

    Mit ist es eine Stütze, da ich gerne mal vergesse, was ich vor ein paar Wochen eigentlich reingebastelt habe und hier nochmal nachsehen kann.


    Fotos sind nett, müssen aber nicht. Müssen auch keine auf den Mikrometer ausgerichteten Kunstwerke sein.

    Mir geht es vornehmlich darum, was verwendet wurde und bei welchem Widerstand die Wicklung gelandet ist.


    Also Materialart, Bauart, Anzahl Umdrehungen, Innendurchmesser, Hersteller (wäre nett) und natürlich den Widerstand.


    Für mich sind Beinchen in derselben Richtung halbe Umdrehungen und Beinchen in entgegengesetzter Richtung ganze Umdrehungen.


    Ich fange mal (angestoßen von spliff ) an:


    Kanthal A1

    Flachdraht 0,6 mm x 0,2 mm (Crazy Wire Company), 12 Ohm/m

    5,5 Umdrehungen

    2,5 mm Innendurchmesser

    R = 0,72 Ohm



    Unser Grog ist ein Geheimrezept, das einige der folgenden Zutaten enthält:

    Kerosin, Propylen-Glykol, künstliche Süßstoffe, Schwefelsäure, Rum, Aceton, Rote Farbe, Scumm, Schmierfett, Batteriesäure und/oder Pepperonis.

  • Hi und danke Guybrush Peepwood


    Hab mir gestern einfach mal zum Testen folgendes bestellt:


    "Hersteller" Zivipf


    NiChr80 Flachdraht 0,7 x 0,1 mm


    Meine Absicht:


    5 Windungen (DAS -> Für mich sind Beinchen in derselben Richtung halbe Umdrehungen und Beinchen in entgegengesetzter Richtung ganze Umdrehungen.) :thumbsup01:

    ID 2mm

    Micro, nicht spaced

    Ziel: 0,6 bis 0,7 :ohm1: nach dem Ausglühen


    Feedback folgt nach Erhalt und Versuch. Wenn ich mein Ergebnis mit 4 Windungen hin bekomme, ist es auch gut. Meine Decks haben meist recht wenig Platz. ;)

  • spliff : Das müsste eigentlich gut hinkommen.

    Wollte ich Dir auch noch schreiben: Wenn Du dich auf NiCr eingeschossen hast, wirst Du auf Materialstärke 0,1 mm gehen müssen.
    Das geht zwar ab wie die Lutzi, ist vom Handling aber sehr störrisch bzw fragil.

    Wichtig ist eine Watte die feucht nicht zusammenfällt sondern nach Möglichkeit aufquillt. Sobald der Wattestrang etwas zu dick ist, geht die Wicklung beim Durchziehen ganz schnell kaputt. :emojiSmiley-30: Ist echt eine Geduldsprobe.
    Ich habe mich auch schon an Strohhalmen versucht, die ich mit Watte gefüllt habe. Darum dann den Draht gewickelt und anschließen den Strohalm ohne Watte wieder rausgezogen. Funktioniert - ist aber auch sehr nah an der Frustgrenze.


    Ich drücke Dir die Daumen ohne Wutanfälle durchzukommen! :thumbsup01:

    Unser Grog ist ein Geheimrezept, das einige der folgenden Zutaten enthält:

    Kerosin, Propylen-Glykol, künstliche Süßstoffe, Schwefelsäure, Rum, Aceton, Rote Farbe, Scumm, Schmierfett, Batteriesäure und/oder Pepperonis.

  • Geiler Thread :D

    Hab erst überlegt, ob das nicht in den Coil-Bau-Thread gehört, aber wenn es hier eher um die fertigen Coils und deren Verwendung geht, ist das sicher gut, das zu trennen.


    Ich fummel mich da ja gerade ein ins selber machen von Drähten. Bislang kam das mit dem Rechner von Steam-engine recht gut hin, aber eben nicht immer. Und da man dort leider einige Dinge gar nicht erst berechnen kann, ist man ja auf "Blindflug" angewiesen manchmal. Was für andere Rechner nutzt ihr denn noch so ?


    Zur Windungszahl:

    Wenn ich den Draht einmal um die Hilfe wickle, zeigen die Enden ja in gegengesetzte Richtung, daher sind für mein Verständnis Coils mit beiden Beinchen in die selbe Richtung immer welche mit halben Wicklungen ? Zum zählen nehme ich immer die Beinchen nach oben und zähle dann die "Ringe" zwischen den Beinchen.


    Wie genau wickelt ihr eigentlich die Coils ?

    Ich lege den Draht immer auf die mir zugewandte Seite auf die Hilfe und biege ihn für gewöhnlich oben rum und wickle ihn dann von mir weg nach links. Nur beim Siren muss ich den von unten und somit auf mich zu wickeln, aber auch nach links weg. Dann mach ich immer eine Windung mehr als benötigt, weil ich dann das Anfangsstück noch mal anfasse und die Coil daran eine Windung kürzer ziehe. Das macht dann meist die Coil gleichmäßiger. Auch die MTL-Coils für meine Süße wickle ich immer so und biege erst zum Schluss ein Ende wieder zurück, um gegenüberliegende Enden zu bekommen.

    Bring mich an den Rand des Wahnsinns - von da weiß ich den Weg nach Hause :midi36:

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  • Also man kann die Watte theoretisch auch "rausbrennen", ich gehöre zu denen, die gerne viel Watte nutzen, und manche Liquids selbst herstellen, also das Aroma selbst extrahieren, was natürlich zu mehr Verunreinigungen im Liquid (Feststoffe) führt, so dass sie mehr auf dem Coil absetzt, was zu "festgefressener Watte" führen kann.


    Nicht ganz coilschonend im Sinne der Langlebigkeit, aber sicher gegen zerstören des Coils kann man nun die Seite, die nicht durch den Coil gezogen wurde abschneiden (Schere) und den Coil feuern, entweder wird schon mit dem trocknen der Watte die Watte etwas dünner und geht gut raus, oder man macht das so lange, bis die Watte wirklich brennt und wartet, bis sie genug zusammengefallen/verbrannt ist wenn man sehr ungeduldig ist. (hierbei ist es hilfreich, wenn bei Dualcoils beide Drähte noch Watte haben.)


    Zu den Rechnern:

    Es gibt da mehrere Faktoren.

    Es ist unklar, wie genau ist der Innendurchmesser? Auf einer 3mm Wickelhilfe kann man duchaus auch 3.2mm wickeln, grade bei elastischem Draht (ES z.B.), aber letztlich bei allen.

    Draht wird gezogen, dabei können kleine Abweichungen auftreten. (Die Schnittfläche eines 0.25mm Drahts liegt bei 2.47mm², für einen 0.23mm kommt nur auf 2,27mm². Das sind immerhin ca. 8% Abweichung.) Das wird den Widerstand ändern, die Rechner gehen von perfekten Drähten aus, die exakt den Durchmesser haben, der angegeben wird, beides wird in der Realität niemals erreicht werden, und kann schon auf einer Rolle leicht abweichen.

    Es gibt natürlich auch mögliche Fehler bei der Programmierung des Rechners, aber das sollte jeder Student des 2. Semesters unfallfrei schaffen, die Realität hält sich aber leider nicht an die "Laborbedingungen", die die Rechner "haben", so dass eine gewisse Abweichung erwartbar ist. Und wie oben aufgezeigt, kann diese Abweichung, vorallem bei dünnen Drähten, halt messbare Auswirkungen haben.

    Zusätzlich kann die Messung durch schlechte Ohmmeter (s.u.), Verschmutzung des 510ers oder der Anschlüße des Coils an den VD oder weitere Faktoren (z.B. Temperatur, die Werte gelten für exakt 20°C, z.B. bei Ni200 und ES ist das wichtig) beeinflußt werden.

    Und diese Faktoren werden auch hier wieder zu Abweichungen führen, noch schlimmer wird es bei Twisted Drähten, je nach dem wie eng die getwisted sind, verändert sich die Länge der Drähte. Auch bei enem Spaced Coil kommt es da zu kleinen Abweichungen.

    Und die Messgeräte die wir nutzen, sind halt primär "Chinaschrott", die sind nicht zwingend ganz genau, messt mal den selben Verdampfer und identischen Bedingungen auf unterschiedlichen ATs aus, da kommen schon unterschiedliche Ergebnisse raus. Und wir messen auf 3 - 4 Nachkommastellen. (Damit wir 2 - 3 angeben können. Wir müssen ja was zum runden haben.)


    Daher sehr interessanter Thread (wir führen lauter kleinteilige Debatten die letzten Tage, was mich sehr freut), aber die Ergebnisse hier können letztlich auch nur als Richtwerte gesehen werden. Ich fände es sehr Interessant, wenn hier mal über die Zeit "Testreihen" entstehen würden, also immer baugleicher Coil, selber VD, selbes Messgerät, möglichst selbe Bedingungen und die alten Ergebnisse mit ihm Post.

    Wäre mal spannend.

  • PS: Man beachte nicht den "Biker".

    Bekomme ich nicht hin. :emojiSmiley-23:


    @zuma
    Wickeln tue ich wie Du - vorzugsweise obenrum allerdings nach rechts. Muss je nach Verdampfer halt auch mal untenrum - ebenfalls nach rechts.
    Mache auch nur die Windungen die ich brauche und wickel nichts mehr zurück.

    DoDoDampft
    Da hast Du natürlich Recht - schöne Beispiele und Grundlagen. Genau und reproduzierbar ist für uns garnicht machbar.
    War jetzt auch garnicht mein Ansinnen.
    Mir geht es hier wirklich nur um grobe Richtwerte. Und Coils guggen... :emojiSmiley-01:

    Meine Idee war:
    - Anregung: ich finde es interessant, was andere so verwenden und probiere es dann evtl. selbst mal
    - kleine Merkhilfe für mich selbst, was ich so verwendet hatte und wo ich gelandet bin.

    Eine näherungsweise Möglichkeit für die Coilrechner, falls es das gewünschte Material nicht gibt: Wenn der Widerstand pro Meter bekannt ist, einen Draht mit ähnlichem Widerstand suchen und den simulieren. Gibt zumindest mal einen Anhaltspunkt...

    Unser Grog ist ein Geheimrezept, das einige der folgenden Zutaten enthält:

    Kerosin, Propylen-Glykol, künstliche Süßstoffe, Schwefelsäure, Rum, Aceton, Rote Farbe, Scumm, Schmierfett, Batteriesäure und/oder Pepperonis.

  • Ni80
    Flachdraht 1,0 mm x 0,2 mm (Fasttech, Hersteller unbekannt)

    4,5 Umdrehungen

    3 mm Innendurchmesser

    R = 0,36 Ohm


    Unser Grog ist ein Geheimrezept, das einige der folgenden Zutaten enthält:

    Kerosin, Propylen-Glykol, künstliche Süßstoffe, Schwefelsäure, Rum, Aceton, Rote Farbe, Scumm, Schmierfett, Batteriesäure und/oder Pepperonis.

  • So...


    NiChr80 29ga = 0,7*0,1 (Zivipf)


    2mm ID, 5 Windungen


    0,65 Ohm


    Keine Probleme mit der Watteverlegung gehabt Guybrush Peepwood ;)


    Fazit: MTL echt gut geeignet, springt so schnell an, bin bisschen erschrocken. 6 Windungen kommen dem Ergebnis näher, also müsste ich 28ga nehmen, damit ich evtl. sogar mit 4 Windungen bei 2,5 ID hinkomme. Nächstes Mal.


    Getestet im Kayfun Prime und das Deck hat nicht gerade viel Platz. Bild bin ich gerade zu faul, reiche ich aber auf Wunsch bei Gelegenheit nach.

  • Vielen Dank für die Info spliff :thumbsup01:

    Schön dass Du nicht friemeln musstest.
    Weiß nicht wieso das bei mir so nervig war. Hatte in 0,1 mm Stärke bislang auch nur Edelstahl in 1 mm Breite getestet. Vielleicht verhält sich NiCr auch etwas gutmütiger. Oder ich bin zu grobmotorisch... :emojiSmiley-17:

    Aber angefixt davon hab ich mir jetzt mal Kanthal 0,5 mm x 0,1 mm geordert. Entspricht vom Widerstand 0,25er Runddraht, den ich momentan gerne verwende. Möchte bei 1,5 bis 1,7 Ω rauskommen. Schau mer mal... :emojiSmiley-41:

    Unser Grog ist ein Geheimrezept, das einige der folgenden Zutaten enthält:

    Kerosin, Propylen-Glykol, künstliche Süßstoffe, Schwefelsäure, Rum, Aceton, Rote Farbe, Scumm, Schmierfett, Batteriesäure und/oder Pepperonis.

  • Kanthal A1

    Flachdraht 0,5 mm x 0,1 mm (Zivipf), 29 Ohm/m,

    5,5 Umdrehungen - spaced

    2,5 mm Innendurchmesser

    R = 1,65 Ohm




    Ist ungeregelt trotz der geringen Leistung recht flott und macht für mich absolut ausreichend Dampf. Gefällt mir besser als 0,25/0,28 Runddraht - gerade bei länglicher Airflow.

    Watte durchfriemeln hat problemlos funktioniert. Hab diesmal statt Muji Friseurwatte genommen und die nicht ganz so stramm durchgezogen, da die eher aufquillt. Danke auch für den Tip spliff !

    Unser Grog ist ein Geheimrezept, das einige der folgenden Zutaten enthält:

    Kerosin, Propylen-Glykol, künstliche Süßstoffe, Schwefelsäure, Rum, Aceton, Rote Farbe, Scumm, Schmierfett, Batteriesäure und/oder Pepperonis.

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