Anleitung *FRAMED STAPLE CLAPTON*

  • Framed Staple Clapton

    (ugs.: Fraple oder FSCC)


    Ich möchte euch im Folgenden eine kleine Hilfestellung für den Bau einer Framed Staple Clapton Coil (auch FSCC oder Fraple genannt) verfassen.


    Das Grundprinzip ist sehr ähnlich zu der normalen Fused Clapton Coil, welche zuvor behandelt wurde.



    Die Drahtlängen lassen sich hier ebenso voraus berechnen und auch hier sollte etwas großzügiger gemessen und abgeschnitten werden.

    Persönlich begradige ich meine Grunddrähte

    fast gar nicht mehr, wenn, dann durch leichten Zug an beiden Enden, bis der Draht sich minimal längt (dies spürt man/kann man schnell lernen).


    Das Grundlegende, um eine ordentliche Fraple zu bauen, ist die Vorbereitung. Hierbei ist es egal, ob nun eine 4er,6er oder gar 10er Staple gebaut werden soll.


    Kommen wir also zuerst zur Drahtauswahl.


    Drahtverhältnise/Drahtsorten

    Wir benötigen für den Bau Flachdrähte (auch Ribbon genannt) für den Staple, Runddraht für den Frame und dünnen Draht für den Manteldraht.
    Flachdrähte werden an Hand ihrer Seitenlängen in ihren Maßen angegeben.


    Zb.: 0,1mmx0,3mm


    Da wir also später hochkant stehende Ribbons haben, sollten wir für den Runddraht im benannten Beispiel am besten einen Runddraht mit 0,3mm Durchmesser wählen.

    Hier sind aber auch, je nach Geschmack oder Spieltrieb Variationen möglich. Auch 0,32mm oder 0,28mm Runddraht funktioniert und nimmt Einfluss auch Optik und Performance.

    Hier kann man sich ordentlich austoben und entdecken.

    Der Manteldraht sollte nicht zu dick (träge) und für den Anfang nicht zu dünn (höherer Schwierigkeitsgrad,etc.) gewählt werden.

    Wie bereits im Clapton Tutorial erklärt, bieten sich Mäntel um die 0.1mm an. Persönlich bevorzuge ich 0,08mm Manteldraht.


    Gehen wir über zum Wichtigsten, dem Vorbereiten.


    Vorbereitung/Aufbau


    Wir benötigen den (Akku-)Schrauber/Antrieb und auf der Gegenseite einen Wirbel, also nix neues.

    Schneiden wir uns zuerst 3 Stränge des Flachdrahtes und einen Strang des Runddrahtes in der doppelten Länge ab, welche wir für unsere Coil brauchen.



    Die Ribbons führen wir nun bis zur Mitte durch die Öse unseres Wirbels und achten darauf, dass sie mit der breiteren Seite schön aufeinander liegen. Den Rundraht schieben wir ebenfalls bis zur Mitte hindurch und legen dessen beide Enden auf beide Seiten des gestapelten Ribbons.

    Optional kann man auch erst den Staple an Flachdraht mit unten aufgeführten Methoden (Slider, Heißkleber, etc.) fixieren und erst danach den Frame aus Runddraht außen auflegen und nochmals mit dem Staple gemeinsam fixieren.

    Beide Methoden kann ich empfehlen und nahelegen. Entscheidend ist, was euch eher zusagt.

    Hierzu im folgenden Abschnitt mehr.



    Es sollte sich folgendes Schema ergeben:


    0IIIIII0


    Es kann sehr tricky sein, den Staple zu zähmen. Ein wenig Base zwischen die Finger und damit den Staple glattstreichen lässt die Ribbons etwas aneinander „kleben“ und hilft sehr.


    Ich habe mir zusätzlich noch etwas zurechtgebogen, was mich sehr in der Vorbereitung unterstützt.



    Wie ihr seht, habe ich so eine Führung geschaffen, welche dafür sorgt, dass die Flachdrähte quasi keine andere Wahl haben, als sich übereinander statt durcheinander zu legen.


    Haben wir nun einen ordentlichen Framed Staple zusammengelegt, müssen wir diesen nun fixieren.

    Wie bei der Clapton kann man hier Steckbauklötze, Slider, Büroklammer, etc nutzen. Ich nehme Reste des verwendeten Flachdrahtes, welcher für mich den Vorteil hat, dass er sich schön an den Staple pressen lässt und diesen von allen Seiten und nicht nur von oben und unten zusammenhält.

    Einen Flachdrahtslider setze ich direkt am Wirbel und lasse ihn dort. Einen zweiten setze ich direkt dahinter und führe diesen langsam am Staple entlang, somit ordne ich alles noch einmal und am Ende der Kerndrähte angekommen gebe ich einen Klecks Heißkleber auf Staple samt 2. Slider. Nun habe ich sichergestellt, das die Drähte vom Wirbel bis zum Schrauber gleichbleibend nebeneinander liegen.

    Jeder kann natürlich seine eigenen Vorgehensweisen entwickeln, bzw. haben und ich neugierig auf jedwede Berichte :thumbsup01:.



    Bsp.-Bild


    Eine Klemme im Bohrfutter erleichtert das einspannen enorm und kann ich nur empfehlen. Es geht aber auch, indem man das Ende durch ein Öse im Bohrfutter zieht, umlegt und dann fixiert.


    Bsp.-Bild mit Klemme


    Die Vorbereitung sind hiermit beinahe abgeschlossen.

    Wir spannen den Staple zwischen Schrauber und Wirbel, genau wie bei der Clapton, dann fügen wir einen 3. Slider (dieser Slider wird später tatsächlich mal bewegt/geslidet ^^) ca. 1-2cm hinter dem Punkt hinzu, an welchen wir beginnen wollen zu fusen/zu manteln.


    Bsp.-Bild


    Gehen wir über zum letzten Schritt.

    Das Fusen/Manteln

    Hierauf möchte ich nur kurz und knapp eingehen, da sich die Technik von der einer Normalen Clapton (zuvor beschrieben) nicht unterscheidet.


    Wir befestigen den Manteldraht an dem Ende, wo wir beginnen wollen und fusen in gleichem Winkel und mit der gleichen Technik wie bei der Clapton.


    Wir fusen aber nur Stück für Stück (1-2cm), dann schieben wir Slider 3 ein Stück weiter und fusen wieder, usw….


    Haben wir den ganzen Strang so bearbeitet, haben wir einen schönen Wireshot und können uns jetzt einen Coil daraus wickeln und im Anschluss genießen.


    Viel Spaß!

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