Solidarität mit unseren Shops - boykottiert PayPal!

  • Die glauben, sie haben uns nicht nötig? Haben die vergessen, dass wir auch noch andere Dinge online kaufen, gerade zu Weihnachten?

    PAYPAL SPERRT DIE DAMPFERLÄDEN AUS!

    Das berichtet der VdeH in einer druckfrischen Pressemitteilung.

    Die gesamte PM im Anhang: 20201125 Paypal sperrt Händlerkonten.pdf

    Na dann bezahle ich jetzt in den Dampfershops wieder mit Kreditkarte, aber nicht nur dort: Ich bezahle NIRGENDS mehr mit PayPal, warum sollen die noch an mir fett weiter verdienen?

    ICH brauche PayPal nicht!

  • Tja, das ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits stimme ich dir in allem zu, bzw. meine Gutmensch-Seele sagt Ja dazu. Das Dilemma ist aber, dass es viele unseriöse Online-Dampfer-Shops gibt und man selten, eigentlich nie, auf Rechnung kaufen kann, immer nur Vorkasse. Das bedeutet eine Preisgabe aller sensiblen Daten mitunter an einen Menschen, der irgendwo eine Garage als Shop betreibt, über dessen Seriosität man nichts weiß, und andererseits hast du kaum eine Chance bei Preisen unter 100 Euro einen Regressanspruch geltend zu machen. 1. ginge der von dir aus, du hast die ganze Schreiberei, den Aufwand zu erledigen und 2. hast du eben keine Möglichkeit mehr, sollte der (europäische) Händler einfach nicht reagieren (kein Gericht der Welt würde sich um einen Streitwert von vielleicht 20 oder 40 Euro kümmern, zurecht übrigens). PayPal und der Amazon-Bezahldienst sind für Kunden eben die perfekte Lösung, denn man bekommt sehr schnell und unkompliziert sein Geld zurück.


    Auch in China bezahle ich ausschließlich mit PayPal, von daher ist es (für mich) eine der wichtigsten Bezahlmöglichkeiten überhaupt. Einen Offliner gibt es in meiner Nähe auf dem Land nicht. Die nächsten erreichbaren verkaufen noch dazu ihre Ware zu Fantasiepreisen jenseits von Gut und Böse. Sollte ich PayPal aus moralischen Gründen boykottieren, müsste ich überall fast das Doppelte bezahlen. Ist mir das mein Gutsein wert?


    Die Lösung wäre dabei ganz einfach. Nämlich eine Umkehrung des Misstrauensverhältnisses von Händler und Kunden. Erst die Ware, dann das Geld. Da sagen die Händler aber, es würde zu viele unseriöse Kunden geben. Woher wissen sie das denn, wenn es bisher noch nie in dieser Art betrieben worden ist? Aber egal, es mag sein, dass es etliche unseriöse Händler und genauso auch Kunden gibt. Warum soll aber ich als Kunde ausschließlich die Risiken tragen? Wer verkaufen will, muss es dem Kunden schmackhaft machen, und wenn kein PayPal mehr geht, soll Kauf auf Rechnung möglich sein. Falls nicht, sucht und findet der Kunde halt einen anderen Shop.

  • 1. Ist das Thema ja jetzt nicht gerade neu. Wurde auch hier schon breit diskutiert:

    PayPal friert Konten von Dampfershops ein

    2. Haben wir da auch schon Möglichkeiten oder Nicht-Möglichkeiten durchgesprochen, was man da machen könnte.


    Wir paar hier aus dem Forum, selbst alle Dampfer zusammen in DE, sind nicht genug, als dass es Paypal kümmern würde.

    Sorry, ich werde es nicht boykottieren.


    Ich werde dann andere Bezahlmethoden nutzen. Kaufe eh eigentlich nur in Shops, wo ich ein gewisses Vertrauen habe.

    Bspw. Tante Dampf, da war ich ja sogar schon persönlich.


    Aber Paypal zu boykottieren wird Paypal nicht schaden, aber mir schon ...

  • Zukünftig werde ich jedenfalls immer eine Alternative wählen, wenn eine sichere angeboten wird. Ein vollständiger Boykott wird mir als fleissige Online-Käuferin nicht gelingen. Amazon-Käufe sind jetzt auch keine prickelnde Alternative.
    Letztens habe ich z.B. Vorkasse geleistet und eine trusted shops Garantie dazu abgeschlossen. Klarna auf Rechnung ist auch ok.

  • Zur Erklärung: Mit dem Amazon-Bezahlsystem, Elke, meinte ich keine Amazon-Käufe, sondern in immer mehr Shops wird das Bezahlen über das eigene Amazon-Konto möglich. Ist ansonsten alles genauso wie bei PayPal. Wenn diese Alternative besteht, ziehe ich sie auch PayPal vor. Das Bezahlen via Amazon ist allerdings noch recht neu, daher nicht so weit verbreitet wie PayPal. Aber wie man Amazon kennt, wird das schon werden. Für Kunden jedenfalls klasse.

  • Also bezahlen per Amazon gibt es mindestens schon 5 Jahre, zumindest in anderen Ländern. Vielleicht bietet Amazon es erst jetzt für Deutschland an, dass weiß ich nicht.

    Ansonsten finde ich es immer wieder Schade, dass die deutschen Banken das Online Bezahlen so verschlafen haben. Warum muss da noch ein dritter zwischen so eine Transaktion? Am liebsten wäre es mir wenn die deutschen Shops alle mal das Bezahlen per Kreditkarte einbinden würden.

  • Es gibt ja Alternativen, z.B. paydirekt von der Postbank und anderen Banken. Ist wie eine deutsche Variante von Paypal, man kann dann per App direkt vom eigenen Konto bezahlen, hat einen Käuferschutz und eben keinen dritten dazwischen. Müssen nur die Händler auch anbieten, aber die sind da auch nicht immer so fortschrittlich, das sie solche Angebote mit pushen würden.


    edit sagt: gerade mal ein paar durch geguckt, nur riccardo bietet dies an, die anderen großen deutschen Shops nicht. Steamtime bietet auch eine breitere Palette an Zahlungsarten, der Rest der Branche scheint da eher mau aufgestellt

    Bring mich an den Rand des Wahnsinns - von da weiß ich den Weg nach Hause :midi36:

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    Einmal editiert, zuletzt von ZumaFx ()

  • Die Implementierung der Schnittstellen ist halt auch nicht gerade einfach. Und da ja jede Bank und Plattform hier das eigene Süppchen kocht ist das nun mal schwierig. Und wenn die Shop-Software das nicht anbietet, dann geht's halt nicht. Und ein eigenes Entwicklungsteam die das bereit stellt und wartet wird wohl kein Shop finanzieren wollen.

  • Naja eigentlich müssten ja die Anbieter solcher Bezahldienste daran interesse haben, dass die Integration möglichst einfach ist und ggf. auch Programmierer dafür abstellen. Immerhin verdienen die ja damit ihr Geld. Vielleicht schreckt die Händler auch höhere Gebüren ab? Kenne mich jetzt nicht mit den Gebühren für die Händler aus, vielleicht weiß da einer mehr?

  • Ein Boykott käme für mich auch nicht in Frage.


    Wie hier schon gesagt wurde, bieten solche Systeme doch etwas mehr Sicherheit, die ich auch nicht missen möchte wenn ich mir z.B. mal eine gute gebrauchte Digitalkamera kaufen möchte. Außerdem will ich auch nicht "überall hin meine Kontodaten verschicken". Natürlich würde es mir auch nichts ausmachen, bei einem Onlineshop meines Vertrauens, direkt zu bezahlen.


    Bei einem Online Shop konnte ich ab der 2. Bestellung auf Rechnung bezahlen. Ich kann aber auch verstehen wenn das nicht jeder anbieten will. Immerhin hat man da ja normalerweise 2 Wochen Zeit zu zahlen, wenn das dann die meisten Kunden ausnutzen, kann das für einige Shops schwierig werden.


    Bei der Integration der Banken als Bezahldienst vermute ich auch zu viele Hürden. Wie hier schon gesagt, die Bank müsste es ermöglichen, der Shop es einrichten, und dann stelle ich mir mal vor ich müsste bei der Kasse durch die 3500 Einträge der Banken scrollen, bis ich meine gefunden habe. :thumbsup01:

  • Die Anbindung an ein Shopsystem ist auch nicht schwerer wie Paypal einbinden, das wäre durchaus machbar. Ich finde auch vorteilhaft, das paydirekt rein deutsche Server verwendet, kein unnötiger Datentransfer in Länder mit weniger Datenschutz.

    Gerade größere Shops wie intaste, zazo, owl usw. haben mit Sicherheit eine Softwareabteilung oder -firma, die sowas schnell und leicht umsetzen kann. Und auch für kleinere Shops gibts da recht einfache Lösungen. Müssen die halt mal den Hintern hoch kriegen und sich ein wenig schlau machen. Würde ich auch erwarten, das ein Händler möglichst viele Möglichkeiten anbietet, ist doch auch für ihn ein Vorteil. Einmalig etwas Mehraufwand, aber sobald das implementiert ist, ist das doch erledigt und bringt Geld rein sowie eine breitere Kundschaft, da mehr Möglichkeiten.

    Leider sind aber viele Händler auch selber schuld, die wollen nur verkaufen und sich nicht mit solch "technischen Details" beschäftigen. So gesehen könnte der Ausschluß durch Paypal einige nun zum "über den Tellerrand" gucken animieren ?

    Bring mich an den Rand des Wahnsinns - von da weiß ich den Weg nach Hause :midi36:

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  • Paydirekt übernimmt Giropay am 1. Dezember. Langfristiges Ziel ist die Verschmelzung beider Dienste (und Kwitt).

    Wurde schon lange Zeit, da sie explizit eine Alternative zu PP sein wollen.

    U.a. Riccardo und Dampfdorado z. B. bieten schön lange den Bezahldienst.


    PP hatte ich noch nie.

  • Nochmal zu den Amazonen: Ich finde das "System" ja eigentlich genial und absolut kundenfreundlich. Und da ja auch der Marktplatz angeboten wird, gibt es genug Händler beim großen A, die auch ihre Steuern in D lassen. Zumeist kann man sich auf eine kundenfreundliche Abwicklung verlassen.


    Was mich nervt, ist die Größe und das scheinbar unendliche fast konkurrenzlose Wachstum des Unternehmens - und die Datensammelwut.
    Bei einem Hörbuch-Abo bekommt man z.B. eine exakte Analyse, was man wo wie lange gehört hat. Die verkaufen einem das noch als Trophäe, die man erwirbt...

    Und empfehlen natürlich gleich, was einen noch interessieren könnte. Quality-Land lässt grüßen.


    Will sagen, sie erhalten mit dem angebotenen Bezahlsystem ein noch detaillierteres Profil von mir.

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