Ich bin endgültig zum Dampfen gekommen, weil mir nichts anderes übrig blieb. Ich hatte im Winter 2016 einen leichten Herzinfarkt, bedingt durch extremen beruflichen Stress. Ich bekam ein paar Drahtgeflechte in den Herzkranzgefäßen verlegt und kam anschließend in meine Heimat zur Reha. Dort hin fuhr mich meine Frau mit meiner erneut aktivierten Dampfe. Wir hatten sie ca. 1 Jahr vorher schon gekauft und probiert, ich bin aber mit dem Dampfen allein nicht zurechtgekommen. Jetzt musste es sein und es klappte mit einem ganz ordentlichen Tabakliquid und 3 mg Nikotin und den Androhungen der Ärzte im Hinterkopf. Vor der Abfahrt (ungefähr) habe ich meine letzte 1/2 Zigarette geraucht, wobei ich während des Krankenhausaufenthalts und danach nur noch 3 halbe Zigaretten täglich rauchte im Gegensatz zu früheren Zeiten mit 30 bis ca. 50 Zigaretten täglich. In der Reha hatte ich dann die bereits beschriebene Dampfe, mit der ich gut zu recht kam. Ich hatte während der Reha keinen Hieper auf eine Zigarette.
Anschließend kamen dann andere Dinge wie bessere Verdampfer, Akkuträger, Werkzeug, Draht usw. dazu, weil meine Frau richtig gehend Blut geleckt hatte und sich ständig neue Informationsquellen im Netz der Netze eröffnete. Der Wissensvorsprung, den sie in der Zwischenzeit erlangt hatte, war für mich uneinholbar aber ich konnte ihr Wissen ja jederzeit "anzapfen".
Bei den ersten Anschaffungen waren zwangsläufig auch Fehlkäufe dabei aber später dann auch tolle Geräte wie z.B. die Flashies in verschiedenen Ausführungen, neue Liquids und Aromen usw. usw. Mit der Zeit entwickelten wir uns beide mehr und mehr von MTLern zu DLern, wobei ich das momentan ausschließlich bin. Bei den Verdampfern sind wir bei Brunhilde, dem Simurg und auch dem Ikarus gelandet. Es macht noch immer sehr viel Spaß und morgens die erste Tasse Kaffee mit einer Dampfe macht den Tag viel besser, auch in Coronazeiten.
Wir besuchen wenn möglich die interessanten Messen in der Nähe, wobei das durchaus relativ ist. Vor 2 Jahren waren wir in Bremen auf der Messe in Verbindung mit einem Besch der schönen Stadt. Sonst sind es Castrop-Rauxel und auch Oberhausen.
Übrigens, mein Kardiologe hat seit dem Infarkt den Prozess mit Lunge und Herz verfolgt und ist zufrieden mit mir. Ich selbst merke es an meinem Lungenvolumen und der wieder erlangten Fähigkeit der feineren Geschmackswahrnehmung. Am Ende meiner Raucherära konnte ich keinen längeren Satz ohne eine Zwischenatmung sagen. Das allein möchte ich nie wieder erleben. Insgesamt bin ich meiner Frau sehr dankbar, dass sie mit mir gemeinsam diesen Weg gegangen ist und ich bin stolz, dass wir uns von der Zigarette befreit haben. 