Dampft ihr trotz Verbot?

  • Ich bin eine ganz Schlimme. MIch interessieren Dampfverbote mal so gar nicht.

    Ich habe dafür extra eine Aspire Pockex um den Hals und wenn es nicht anders geht, dann dampfe ich sie durch mein Halstuch oder Schal oder was auch immer (Bahn, Restaurants etc.). Auch wenn ich wo auch immer dann auf Toilette muss, dann dampfe ich da erstmal ganz ordentlich. Klar, ich kann auch 2 oder 3 naja vielleicht noch 4 Stunden ohne Dampf auskommen, aber dann habe ich eine Jieper.

    Da ich bald ins kranke Haus muss und da natürlich auch nicht auf eine Dampfe verzichten mag, frage ich mal so rum, wie ihr das handhabt. Habt ihr dafür spezielle Stealth-Geräte oder haltet ihr euch strikt an ein Dampfverbot?

  • Also ich habe noch aus Zeiten als Raucher eine Extra-Vereinbarung mit meinem Arbeitgeber.. Ich darf einmal die Stunde zum Dampfen austreten... Damit komme ich auf der Arbeit mehr als gut zurecht... Manchmal gehe ich auch erst alle zwei Stunden raus. Als Raucher wäre das unmöglich gewesen...

    Ansonsten halte ich mich in der Regel an die Verbote.. Ich muss sagen, dass die Schmacht seit dem Dampfen auch extrem nachgelassen hat. Als ich das letzte Mal in Berlin abends unterwegs war, konnte ich auch Mal 4 Stunden ohne Dampfe auskommen...

  • Ich Dampfe generell nicht, wo es jemanden stören könnte.

    Selbst wenn wir essen gehen und auf der Terrasse sitzen, gehe ich einige Meter weg, wenn dort auch noch andere Menschen sind.


    Mir macht es nichts aus und Rücksichtnahme sollte eins der Obersten Gebote für das Leben sein.

  • Wo rauchen verboten ist, dampfe ich nicht.


    Gut, das kranke Haus ist wieder was anderes. Vor allem wenn man das Bett nicht verlassen darf. In meinen wilden Zeiten war das mal für gut ne Woche so. Hatte ne zertrümmerte Kniescheibe, einen Tropf, 2 Blutdrainagen rechts und links vom Reissverschluss (OP-Narbe), der einmal quer übers Knie lief. Ein Kumpel hatte mir Krücken mitgebracht. Also die 2 Drainagepullen unter die Achseln geklemmt, den Tropfbeutel zwischen die Zähne und mit den Krücken aufs WC gehoppelt :saint:


    Aber damals gabs halt noch keine Rauchmelder und die im kranken Haus kann man sicher auch nicht für ein paar Minuten aus dem Verkehr ziehen, weil vernetzt. Wär schon schwierig für mich. Auch wenns mich nicht wirklich anmacht wenn zuwenig oder gar kein sichtbarer Dampf rauskommt, wär das wohl die einzige Alternative.

    UNFUCK THE WORLD

    If not us, who? If not now, when?


  • Als ich meine Knie OP hatte, haben meine Brüder den Rollstuhl vom Nachbarzimmer gemopst um mich immer nach draußen zu fahren.

    Und da ich jeden Tag eh 3x Essen gebracht bekam, und meine Kumpels auch immer anwesend waren, habe ich mit Rauchen keine Probleme gehabt

  • Da ich mittlerweile Profi im Stealth-Dampfen bin interessieren mich Verbote auch nicht sonderlich. Ich exhaliere ja nichts, also kann ich ja niemanden damit belästigen. Allerdings mache ich das meist auch so, dass nicht jeder mitbekommt was ich da mache. Stealth halt...


    Nur meine Frau findet das voll kacke wenn ich mir die Dampfe im Restaurant in den Mund schiebe. Wahrscheinlich ist sie neidisch, weil sie von den Kippen nicht los kommt und indoor nicht darf.


    :denk3:

  • Ich halte mich eigentlich an die Verbote. Schön ist aber, wenn man von den rauchenden Kollegen zu hören bekommt, dass man ja eigentlich nicht raus müsste.

    Ich geh trotzdem. Aber mein ehemaliger "Rauchakzeptanzradius" hat sich irgendwie erweitert. So ziehe ich durchaus schon an der Dampfe bevor ich draußen bin und zum Arbeitsplatz hin auch nochmal.

    Zu Hause ziehe ich auch mal im Flur an der Dampfe oder wenn gerade was frisch gewickelt ist zum Test.


    Ich achte vorallem darauf niemanden zu belästigen. Und fahre damit auch ganz gut. 😊

  • Rücksichtnahme ist imho genau der richtige Ansatz. Wenn der Bahnhof voll ist, stehe ich im ekligen Raucherbereich, wenn er leer ist steh ich zum Dampfen wo ich will.


    Es ist ja noch irgendwie so ein Unsicherheitsbereich. Es ist kein Rauchen, klar, aber ist es deshalb weniger störend (vom gesundheitlichen Aspekt abgesehen)? Weil so ne dichte Kaktuswolke ist halt auch nicht jedermanns Sache.


    Und es gibt Gerüche, die sind für andere einfach unangenehm. Meine Frau bekommt die Krise wenn ich zu Hause MadBlend Liquids dampfe. Da ist irgendwas drin, was ihr Übelkeit verursacht. Dann dampfe ich das halt zu Hause nicht.


    Im Winter wenn der Dampf sooo richtig in der Luft stehen bleibt, nehme ich sogar mehr Rücksicht als damals beim Rauchen.

    Teilweise habe ich sogar das Gefühl, dass viele Leute sich sogar mehr vom Dampf gestört fühlen als von Zigarettenrauch. Das hängt wahrscheinlich mit „Unaufgeklärtheit“ und den größeren Wolken zusammen. Und ich finde da MUSS man Rücksicht drauf nehmen.


    Auch wenn wir ja tagtäglich Teile der Luft einatmen, die jemand anderes vor uns gerade ausgeatmet hat, wird einem dieser Vorgang auf seltsame Art und Weise bewusst, wenn man diese Luft plötzlich sehen kann. Und genau das passiert ja beim Dampfen.

  • Generel halte ich mich an das Dampfverbot hatte aber vor einigen Jahren einen nette kleinen "Zwischenfall" auf einem USA Flug, das war die Zeit wo es noch nicht ganz so klar war ob Dampfen gleich gehandthabt wird wie Rauchen. Ich fragte eine Stewardess wie es auf diesem Flug gehandhabt wird und sie erwiederte es gäbe keine Regel (bis Dato) da aber die hälfte der Crew auch Dampfen würde könnte ich im Crewbereich dampfen, da wa r ganz Nett


    Leider hatte sich das bereits beim rückflug geändert.

  • Was mich an dieser Stelle einmal interessiert: Ist Euer Suchtdruck wirklich so groß? Geht es nicht einmal für ein, zwei Stunden nicht zu dampfen, weil Ihr sonst voll „auf Turkey“ seid? Bin ich damit eine absolute Ausnahme, dass ich Stunden, einen Tag oder mehrere Tage auf das Dampfen verzichten kann?


    Wenn dem so wäre, dann würde das bedeuten, dass die ANTZ ja doch recht haben und das Nikotin (auch ohne Tabakrauch) beinahe so süchtig macht, wie Heroin.


    Oder ist es eher die Verhaltensabhängigkeit in Zusammenhang mit lascher Selbstdisziplin und lockerer Einstellung zu Gemeinschaftsregeln (solange man selbst nicht negativ betroffen ist)?


    Bin ich wirklich eine Ausnahme damit, dass ich sogar längere Zeit auf Nikotin verzichten kann, ohne dass ich irgendwie unter Druck gerate?


    Als ich 19 war, kam ich mit einem Blinddarmdurchbruch ins Krankenhaus. Am Tag nach der Notoperation brachte mir meine damalige Freundin auf meinen Wunsch hin, Kippen und Feuer mit… und ich habe mich, am rollbaren Infusionsspender, in den damals noch vorhandenen Raucherraum geschleppt, um endlich eine reinzuziehen. Das war kein Vergnügen, denn ich hatte nicht einfach eine Operationsnaht, nein ich war nicht zugenäht, weil in meiner Bauchhöhle ein Schwamm war, der den Schmonz, der durch den Durchbruch entstanden war, aufnehmen sollte. Es waren echt üble Schmerzen (so die ersten paar Tage), aber ich MUSSTE ins Raucherzimmer… und aus Langeweile das sogar recht oft.


    Vor 1 1/2 Jahren hatte ich das „Vergnügen“, mit einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung ins Klinikum Pécs zu kommen. Meine Frau hatte mir in meine Reisetasche meine Dampfe, vollgeladene Akkus und ein Pülleken Liquid gepackt. Trotz Magensonde hätte ich ganz locker dampfen können. Entweder im Außenbereich oder sogar auf dem Balkon am Krankenzimmer. Rauchen (und Dampfen) war da zwar offiziell nicht erlaubt, wurde aber geduldet. Nach einer Woche war ich raus… mit einer vollen Dampfe, vollen Akkus und einem vollen Pülleken. Ich hatte absolut keinen Suchtdruck. Ich MUSSTE nicht mit dem Fahrstuhl runter (samt Infusionsständer, aber ohne Schmerzen) und auf den Hof, um zu „suchten“. Ich bin nicht einmal die vier Schritte bis auf den Balkon gegangen. Es ist halt eigentlich nicht erlaubt (wenn auch geduldet)… und es gab für mich keinen Grund, mich nicht in das bestehende Verbot zu halten.


    Letztens bin ich wieder für den ganzen Tag zur Hausbaustelle. Meine „Outdoor-Dampfe“ im Lanyard um den Hals war ich zwei, drei Kilometer gefahren… da stelle ich fest, dass der Akku leer war… UND dass ich vergessen hatte, meine Akkubox, die ich eigentlich immer mitnehme, auch vergessen hatte. Acht Stunden auf der Baustelle ohne Dampfen? Oder umdrehen und Akkus holen? Nun, ich bin weiter gefahren, weil es mich nicht angejuckt hat. Zu Raucherzeiten wäre ich sogar 100 km zurückgefahren, um mir Kippen und Streichbeene zu holen. Auf jeden Fall!


    Trotzdem dampfe ich… und ich dampfe mit Nikotin. Weil ich die Wirkung möchte, weil ich den Throathit genieße… und den Geschmack. Es ist ein Genussmittel ohne Sucht. Ich trinke ja auch Kaffee oder mal nen Pálinka… aus Genuss, nicht, weil ich muss.


    Aus diesen Gründen ist es für mich selbstverständlich, dort nicht zu dampfen, wo das Rauchen verboten ist. Hier in Ungarn ist es ganz einfach… wo nicht geraucht werden darf, da darf auch nicht gedampft werden… ich würde aber auch dann nicht dort dampfen, wenn dem nicht so wäre. Ich dampfe auch nicht „stealth“ an diesen Orten, weil auch das nicht erlaubt ist. Es bekäme dann keiner mit, aber wer bin ich denn, mich eigenmächtig über bestehende Regelungen hinwegzusetzen? Ich bleibe ja auch mitten in der Nacht, wenn kein, absolut kein anderer Verkehrsteilnehmer unterwegs ist, an der roten Ampel stehen, weil das so im Gesetz steht… da steht nicht, dass man bei Rot stehenbleiben muss, es sei denn es ist kein anderer in der Nähe. ;):D


    Allerdings… bitte nicht falsch verstehen… verurteile ich niemanden, der es nicht so hält und in Verbotsbereichen trotzdem dampft. Weil ich es ja vom Grundsatz her auch so sehe, dass ich, solange ich keine Riesenwolken in die Gegend oder die Gesichter anderer blase, niemanden damit irgendwie gefährde oder schädige. Die Verbote sind von der Sache her also eigentlich blödsinnig. Wer dabei aber erwischt wird und die Konsequenzen tragen muss, hat allerdings von mir kein Mitleid zu erwarten… aber ich würde auch kein Salz in die Wunde streuen und auch nicht sagen: „Siehste, ich habs Dir ja gleich gesagt.“ ;)

    Für mich sind Toleranz (ist IMMER ne beidseitige Sache, sonst funktioniert das nicht), Rücksichtahme und das Übernehmen von Verantwortung für das eigene Handeln wichtige Eckpfeiler meines Lebens.


    Die Eingangsfrage ist wirklich ernst gemeint. Und nicht spontan antworten, sondern mal überlegen… Ist Euer Suchtdruck wirklich so groß?

    „Manchmal entsteht ein Scheißesturm einfach dadurch, dass jemand die eigenen Fäkalien in den Gegenwind spritzt.“ (Alexander Wendt)


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  • und das Nikotin (auch ohne Tabakrauch) beinahe so süchtig macht, wie Heroin.

    Obwohl ich den Nikotinspiegel bis auf 2mg abgesenkt habe, ja ich gebe zu... Ich bin süchtig, und nein, ich würde keinen ganzen Tag ohne auskommen.

    Ob das nun tatsächlich eine physische oder doch eher eine psychische Abhängigkeit ist, kann ich gar nicht mal so genau beantworten...

    Ich bin ein Dauernuckler...

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