Review EFEST LUC V8

  • Ich habe ja wirklich reichlich Ladegeräte. Eigentlich zu viele und das ganze Kabel- und Netzteilchaos ging mir etwas auf die Nerven. Also sollte es ein Neues werden. Dieses Mal allerdings mit einer ausreichenden (um nicht zu sagen: maximal machbaren) Anzahl von Ladeschächten. Wichtig war mir eigentlich nur, dass das Ladegerät Ni-MH Eneloops AA/AAA und Li-Io 18650 lädt. Größere Akkus spielen bei mir keine Rolle mehr.



    So kommt das Ladegerät daher:



    Folgende Feature bietet das LUC V8 an:

    • Lädt Lithium Ionen 3,6 - 3,7V und NIMH / NiCd 1,2V Akkus
    • Automatisches erkennen von Akku-Typ
    • Automatisches abschalten des Ladevorganges bei vollem Akku
    • Umweltfreundliche Energie-Management-Funktion.
    • Ladevorgang erfolgt nach Selbstprüfung und Analyse der Akkus vollkommen automatisch (0,5A)
    • wählbare Ladespannung 0,25A, 0,5A 1A und 2A (2A Ch3 bis Ch6 und nur Li-Ion Akkus)
    • zwei Übersichtliche LCD-Displays für Echtzeitanzeige (Status, Spannung, Wiederstand, Ladestrom, Ladezeit und aufgeladene Kapazität)
    • Mit dem USB-Anschluss und eingelegten Akku in Slot 3 und 6 können Sie Ihr Handy oder Laptop mit 1A Ladestrom aufladen
    • Optische Warnung vor Tiefentladung durch USB-Ausgang
    • Einzelschachtüberwachung und Ladestromauswahl für 1-8 Akkus unterschiedlicher Typs und Kapazität.
    • Aktivierung Funktion für Tiefentladene Akkus, LUC V8 kann die übermäßig Entladene geschützte Akkus aktivieren <2,9V
    • Hohe Sicherheit durch Schutzelektronik gegen Überspannung, Kurzschluss, Überstrom und Verpolung
    • automatischer Neustart des Ladevorganges, wenn die Spannung eines in der Ladeschale verbliebenen Akkus unter 4,05V fällt
    • Gesamtleistung 8A
    • Zertifikate: ROHS, FCC, CE, MSDS

    Wie man sehen kann ist es ein ziemlicher Brummer mit seinen acht Schächten. Übrigens sind zwei davon geeignet 21700 aufzunehmen. Offiziell jedenfalls. Inoffiziell passen auch vier davon hinein, wenn auch etwas fummelig.


    Pro Ladeschacht wird in der Standardeinstellung mit 0,5A geladen. Allerdings kann man dies variieren. Je nachdem, wie viele Akkus gleichzeitig geladen werden müssen geht es hoch bis zwei Ampere pro Schacht. Wobei jeweils die beiden inneren Schächte die sogenannten "Fast-Charge" Schächte sind. Ich sage aber auch ganz ehrlich, dass mir das nicht so wichtig ist. Ich lade sowieso nur mit 0,5A. Das Netzteil liefert bei 12V maximal 4A. Da geht dann sowieso nicht mehr als 0,5A pro Schacht. Aber wer möchte, kann auch mit höheren Ladeströmen arbeiten.



    Von oben drauf geschaut befindet sich zwischen den beiden Ladesektionen ein ziemlich großes Display welches alle sinnvollen Informationen zum aktuellen Zustand eines Akkus anzeigt:



    Jeweils unter dem Schacht befindet sich ein Taster mit dem a) das Display auf den gewählten Akku wechselt und b) Optionen gewählt werden können. Die Schieber aus wahrscheinlich verchromten Stahlblech lassen sich ohne großen Kraftaufwand bewegen und hakeln nirgends. Der Rest des Geräts ist natürlich aus Plastik.


    Leider ist dieses Display (wie auch das Zweite an der Vorderseite) ziemlich glossy. Es spiegelt so dermaßen, das man das Display im Grunde besser im Dunkeln abliest. Zudem ist die Oberfläche auch noch sehr empfindlich und verkratzt extrem leicht. Und damit meine ich: Entstauben mit dem Staubpinsel erzeugt bereits Kratzer.



    Nichtsdestotrotz sind die angezeigten Informationen kein Spielkram sondern ziemlich sinnvoll. Im Detail:



    Ich denke, dass die meisten Infos selbsterklärend sind. Was ja auch schon wieder für das Gerät spricht. Man steht jedenfalls nicht vor einem Rätsel und muss sich niemals fragen, was dieser oder jener Wert wohl bedeuten könnte.


    Die wichtigste Wert für mich allerdings ist die Anzeige des Innenwiderstands direkt unter dem Akku. Hiermit lassen sich Qualität und Abnutzung gut einschätzen. Wobei ich mir bei der Messung allerdings nicht wirklich sicher bin wie genau die ist. So zeigen "nagelneue" Akkus bei mir zum Teil bis zu 90mΩ an. Was eigentlich nicht sein kann. Aber da ich das noch nicht nachgeprüft habe will ich jetzt nicht behaupten, dass das Gerät falsch misst. Es kann ja wirklich sein, dass ich ältere Ware bekommen habe die vielleicht Frost abbekommen hat.



    Vorne am Ladegerät befindet sich eine weitere Anzeige. Für die gilt das gleich wie für die Hauptanzeige: Glossy, kontrastarm, schwer abzulesen es sei denn es ist dunkel, Staub- und Fingerabdruckmagnet und schnell verkratzt.



    Während sich das Hauptdisplay nach einer Weile abschaltet wird hier dauerhaft der Ladezustand aller genutzten Schächte angezeigt. Leider bleibt dieses Display aber auch eingeschaltet wenn gerade kein Akku geladen wird.



    Auch hier bleiben keine Fraqen offen.


    Fazit: Mit den Displays hat Efest wohl versucht irgendwie stylisch zu sein. Aber das haben sie leider ordentlich verkackt. Auf der anderen Seite aber sind die dargestellten Informationen wirklich sinnvoll und stellen auch den Anfänger kein Problem dar. Meiner Meinung nach das wichtigste äußerliche Feature des LUC V8. Die Verarbeitung ist ok. Plastik halt. Mehr braucht man ja nicht. Sehr gut finde ich auch das externe Netzteil. Somit hat man eine Wärmequelle weniger im Gerät. Und da dieses mit 12V läuft lässt sich auch jederzeit Ersatz dafür finden, sollte es eines Tages mal nicht mehr arbeiten wollen. Ein Lüfter ist nicht verbaut, womit das Gerät absolut lautlos ist. Es gibt also nur eine passive Kühlung. Allerdings habe ich bisher keine überdurchschnittliche Erwärmung von Akkus oder Gerät feststellen können. Die Messung des Innenwiderstands könnte etwas ungenau sein. Allerdings stört mich das nicht weiter. Das ist ja sowieso relativ zu betrachten. Man muss nur die richtigen Schlüsse daraus ziehen.


    Also ich bin sehr zufrieden. :thumbsup01:


    Kaufentscheiden war bei mir der Review vom Mountain Prophet, der die Geräte von Efest durchgehend sehr gut bewertet hat.

    Es gibt nicht viel Auswahl an 6-Schacht Lader, das LUC V6 erscheint mir gut und einfach und auch einsteigerfreundlich, Akku rein und gut ist und wenn man sie mal drin vergisst ist es auch kein Bier. Ich habe schon die Schwestermodelle V2 und V4 gemocht, das V4 war bis heute bei mir im Einsatz und wird nun durch das V6 ersetzt. Ein würdiger Nachfolger auch für das in Ehren ergraute Xtar WP6.2, das lange Zeit de erste Wahl war, wenn es um 6 Schächte ging und auch nicht schneller laden konnte (dafür umständliche Spacer benötigte). Alles in allem bin ich mit diesem Efest LUC V6 sehr zufrieden und gebe einen Kauftipp, auch wenn ich Efest Akkus aufgrund der ständigen Mauscheleien nimmer empfehlen kann.

    Wobei er das V8 nicht getestet hat. Aber das V4 und das V6.


    Das EFEST LUC V8 gibt für ca. 50 Euro bei den üblichen Verdächtigen.

  • Thomas

    Hat den Titel des Themas von „Revuew EFEST LUC V8“ zu „Review EFEST LUC V8“ geändert.

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