Wotofo - Serpent Elevate RTA

  • Wotofo Serpent Elevate RTA



    Der Serpent Elevate RTA ist ein Single Coil Selbstwickel-Tankverdampfer aus dem Hause Wotofo, welcher mit dem Youtuber Suck my Mod zusammen entwickelt wurde. Schön, dass Wotofo auch an das Auge gedacht hat, und nicht die übliche Schwarz, Gun Metal und Edelstahl Version aufgelegt hat. Schade, dass dieser nicht so im Fokus steht, statt dessen findet man derzeit eher den Profile, Profile Unity oder den Recurve präsent im Internet wieder. Was vielleicht daran liegt, dass er schon ein paar Monate auf dem Buckel hat… Und um es vorweg zu nehmen, für mich ist der Serpent Elevate einer der besten - wenn nicht der Beste - Single Coil RTA in dieser Preisklasse.


    Das Wickeldeck

    Das Wickeldeck des Serpent Elevate nimmt einen Coil (Single Coil) auf und kommt ohne Pfosten (postless) aus. Somit sucht man Pfosten für die Drahtaufnahme vergeblich, da sich die dafür zuständigen Löcher im Boden des Wickeldecks befinden. Die Wicklung steht somit auf dem Deck und die Enden der Wicklung werden in die Coilöffnungen im Deckboden eingeführt. Was wirklich hervorragend gelöst ist die Coilaufnahme: Es stehen vier Öffnungen zur Verfügung, so dass es gleichgültig ist, ob die Wicklung jetzt rechts oder links herum gewickelt wurde. Ihr könnt somit eine breite Vielfalt von vorgefertigten Coils verwenden.



    Da die Wicklung auf dem Deck steht, müssen natürliche die Beinchen auf die passende Höhe gekürzt werden. Hierfür hat Wotofo im Lieferumfang ein nützliches Tool beigelegt. Ihr legt Eure Wicklung auf das Tool bei der Markierung (5 mm), danach knipst Ihr die Beinchen der Wicklung einfach bündig von unten ab. Das war es auch schon. Danach könnt Ihr den Coil einfach in die Löcher der Drahtaufnahme fallen lassen. Da gibt es kein Hochziehen oder runterdrücken, kein Positionierungsvoodoo ob man jetzt mehr Richtung Airflow oder Richtung Pfosten die Coil ausrichten soll. Reinfallen lassen, festziehen, kurz mit der Wickelhilfe noch ein wenig grade drücken, fertig. Diejenigen unter Euch, welche schon den Wotofo Recurve Ihr eigen nennen, werden diese Vorgehensweise nur all zu gut kennen. Übrigens, 2 Coils werden gleich mitgeliefert, so dass Ihr direkt loslegen könnt.



    Die Watteverlegung ist denkbar einfach. Die Watte wird seitlich am Deck durch Aussparungen vorbeigeführt und endet im sogenannten „Sumpf“. Also auf der Basis. Nutzt Ihr die mitgelieferte Schnürsenkelwatte, müsst Ihr Euch keine Gedanken um die Wattemenge machen. Die „Schnürsenkel“ sind optimiert für Wicklungen mit einem Innendurchmesser von 3 mm und sind von der Menge her genau richtig, um die „Wattetaschen“ auszufüllen. Ihr könnt diese im 10er-Pack von Wotofo selbst nachkaufen, jede andere Watte funktioniert natürlich ebensogut. Nutzt ihr die „Schnürsenkel“, müsst Ihr nichts anderes tun, als die links und rechts von der Wicklung abstehende Watte kürzen, indem ihr sie in Richtung Boden des Verdampfers runterklappt und die Watte ab unteren Rand des Wickeldecks (nicht der Basis!) abschneidet. Ein wenig solltet Ihr die Watte aufputschen, um Erpressungen der Watte durch das Abschneiden zu beseitigen, danach die Watte in die dafür vorgesehenen Aussparungen stopfen. Ein Ausdünnen der Watte ist nicht notwendig. Ja, ich sage stopfen. Es benötigt schon einen sanften Druck, um die Wattebauschen komplett zu füllen. Habt ihr zu wenig Watte, Wird Euer Deck geflutet und es blubbert. Habt Ihr zu viel Watte, dann stimmt der Nachfluss nicht mehr und Ihr werden in den Genuss von herben Röstaromen kommen. Aber keine Angst, bedingt durch die Bauart kann Euch der Serpent Elevate weder auslaufen, noch siffen.


    An die Freunde des mechanischen Dampfens wurde ebenfalls gedacht: Der Pluspol ist via Schraubgewinde verstellbar und nicht verpresst.


    Airflowcontrol

    Die Top Airflowcontrol des Serpent Elevate kann stufenlos reguliert werden. Dank der Verzierungen am Airflowring ist dieser schön griffig und lässt sich auch mit etwas glitschigeren Fingern gut einstellen.



    Mittlerweile nicht mehr neu, aber bei Erscheinen des Verdampfers recht selten anzufinden, ist die Luftführung. Der Serpent Elevate zieht seine Luft zwar von oben, aber die Luft wird durch eine doppelwandige Verdampferkammer an der Kammer vorbeigeführt und trifft durch zwei Luftöffnungen am Wickeldeck auf die Coil. Aber selbst hier haben die Entwickler nochmals feinjustiert, in dem sie der Luftströmung durch abwinkeln der Lufteinlässe die richtige Richtung unter die Wicklung gegeben haben. Die Luft trifft somit nicht einfach von der Seite auf die Wicklung, sondern bestrahlt das untere Fünftel der Wicklung. Das funktioniert natürlich nur dann, wenn Ihr die Coil auch richtig eingesetzt habt und die Beine auf die korrekte Höhe gekürzt wurden.



    Von der Lautstärke her ist die Airflow vollkommen in Ordnung für einen Verdampfer mit Top Airflow. Die sind bedingt durch die Bauart zumeist lauter als, Verdampfer mit einer Bottom Airflow. Und bevor jetzt einer den Finger hebt um an dieser Stelle der Welt seine Kompetenz in der Geräuschbewertung von Verdampfern kundzutun: Ja, es gibt auch Verdampfer mit Bottom Airflow, die laut sind. Aber Lautstärke ist nunmal, wie der Geschmack, ein sehr subjektives Thema. Und wer schon einmal den OBS Engine sein Eigen nenne durfte, der weiß, was ein Verdampfer mit lauter Top Airflow ist. Beim morgendlichen Dampfen auf dem Balkon konnte man schon mal seine Nachbarschaft zum Morgenappell zusammenpfeiffen. Den Ton würde ich als ein mittelfrequentes Rauschen beschreiben. Ein Pfeiffen, Rasseln oder Gurgeln konnte ich bei keiner Airflow-Einstellung vernehmen.


    Vom Zugverhalten ist der Serpent Elevate - je nach Einstellung der Airflow - leicht restriktiv, bis hin zu sehr restriktiv. Genau meine Kragenweite somit. MTL lässt sich damit auf keinen Fall dampfen. Es ist ein Verdampfer geschaffen rein für DL.



    Tank und Befüllung

    Der Serpant Elevate hat ein Topfilling. Er wird also von oben befüllt. Der gerade Glastank nimmt bis zu 3,5 ml Liquid auf, der beiliegende Bauchglastank kommt auf 4,5 ml Volumen. Die Topcap hat leider keinen Bajonettverschluss, sondern ein klassisches Gewinde, welches für meinen Geschmack ein klein wenig zu lang geraten ist. Es bedarf bei mir schon 3 halbe Umdrehungen, um diese öffnen zu können. Auch besitzt das Tankglas keinen Stahlkäfig zum Schutz. Also aufpassen, damit euch der Mod mit Verdampfer nicht umfällt und das Glas zertrümmert wird.



    Der Geschmack

    Ich kann den Verdampfer nur nach meinem eigenen Geschmacksempfinden bewerten und ich muss sagen, mir schmeckt er sehr, sehr gut. Er kommt nicht an einen GT IV oder VG 6 geschmacklich ran, aber er kratzt an deren Thron. Die mitgelieferten Coils taugt sehr gut und die Dampfentwicklung ist für so ein kleines Kerlchen wirklich enorm. Extrem wichtig für ein gutes Geschmackserlebnis ist die Positionierung der Wicklung. Setzt die Kürzungshilfe ein und ihr habt die optimale Position der Coil, Zu tief gesetzt leidet der Geschmack erheblich. Zu hoch gesetzt bekommt Ihr entweder einen Kurzschluss, oder viel zu warmen Dampf. Die mitgelieferten Coils haben eine vom Hersteller angegebene optimale Bandbreite von 40 - 55 Watt. Je nach Liquid hatte ich meinen Sweetpoint bei 44-52 Watt.



    Sonstiges

    Ihr merkt, meine Begeisterung für diesen Verdampfer klingt an einigen Stellen durch. Ich dampfe den Serpent Elevate schon einige Monate und er ist bei mir sehr oft in Gebrauch. Weder hatte ich bisher Probleme mit einem zu heißen Verdampfer oder Drip Tip, noch ist er mir ausgelaufen oder hat gesifft. Der Lieferumfang ist wirklich vorbildlich, alles ist dabei, samt einem 510er Adapter und einem weiteren 810er Drip Tip. Die Verarbeitungsqualität ist ok. Die Gewinde laufen gut, sind nicht hakelig und verkanten auch nicht. Bisher hatte sich in all den Monaten kein einziges mal irgend etwas festgesaugt oder verkantet, so dass ich zu zusätzlichem Werkzeug greifen musste. Das kenne ich von vielen Verdampfern anders.



    Bewertung/Fazit

    Würde es rein nach Alltagstauglichkeit, Einfachheit und Lieferumfang gehen, dann würde ich dem Seprent Elevate eine 10/10 geben. Vom Geschmack her ist der Verdampfer für mich sehr gut, aber es gibt auch bessere. Der Fairness halber muss man aber sagen, dass die preislich in einer anderen Liga spielen.

    Aber einige Kritikpunkte gibt es dann doch: Durch die Bauart des Wickeldecks ist die maximale Breite der Coils begrenzt. Richtig dicke Wolkenwerfer könnt ihr in den Serpent Elevate nicht einbauen. Dafür ist er nicht gemacht und das sollte man im Vorfeld berücksichtigen. Durch die kleine Verdampferkammer dürfte er auch recht schnell unangenehm warm werden. Normale Fertigwicklungen mit einem Innendurchmesser von 3 mm sind aber gar kein Problem.

    Das Füllvolumen könnte etwas größer sein. Mit dem geraden Glas sind die 3,5 ml schon etwas knapp. Das würde ich nicht unbedingt als Kritikpunkt ansehen, da der Serpent Elevate auch sehr klein ist. Das wäre etwas anderes, wenn ich einen Wolkenkratzer-Verdampfer vor mir hätte mit einer riesigen Verdampferkammer, welche fast den gesamten Tankraum einnimmt.

    Was mich aber richtig fuchst ist folgender Fakt: Warum Wotofo habt ihr nicht eine richtige Edelstahlversion rausgebracht? Was Ihr als Edelstahl bezeichnet, ist ein Mausgrau, aber kein Edelstahl. Auf so einigen Edelstahl Mods und Tubes von mir würde eine Edelstahl-Version herrlich aussehen.

    Insgesamt würde ich dem Verdampfer eine gute 7-8 von 10 Punkten geben. Aber am Besten ist es immer noch, Ihr macht Euch Euer eigenes Bild und probiert ihn einfach mal in einem Offline oder bei einem Kollegen.

  • Wotofo - Serpent Elevate RTA (Teil 2)


    Merkmale:

    • Typ: Selbstwickelverdampfer
    • Bauart: RTA
    • Durchmesser: 24 mm
    • Länge: ca. 45 mm (inkl. Pluspol und Drip Tip)
    • Gewicht: 53 g
    • Tankvolumen: 3,5 ml / 4,5 ml
    • AirFlow Control: Top Airflow
    • Befüllung: von oben
    • Anschluß/Gewinde: 510er
    • Tankmaterial: Borosilikatglas
    • Gehäusematerial: Edelstahl
    • DripTip Material: Kunststoff (Resin)
    • DripTip wechselbar: ja (810er und 510er mit Adapter)


    Lieferumfang


    • 1 x Wotofo Serpent Elevate RTA
    • 1 x zusätzliches 810er Drip Tip
    • 1 x 510er Drip Tip Adapter
    • 2 x N80 Framed Staple Clapton Coil
    • 1 x Mini Schraubendreher
    • 1 x einfacher Inbusschlüssel
    • 2x Watte
    • 1 x Bauchglastank (4,5 ml)
    • 1 x Ersatzteilset (Dichtungen, Schrauben)
    • 1 x Tool zum Kürzen der Coils
    • 1 x Bedienungsanleitung


    Spezifikationen der mitgelieferten Coils:

    • Art: Framed Staple Clapton Coil
    • Draht: (28G+38G*9+28G)+36G N80
    • Innendurchmesser: 3mm
    • Ohm/Watt: 0.33ohm (40W-55W)
  • Bin ich irgendwie der einzige, der mit dem Teil nicht klarkommt? :emojiSmiley-20:


    Meiner war schnell in der Schublade verschwunden und aufgrund des Reviews hab ich ihn mal wieder ausgebuddelt. Jetzt weiß ich wieder was war: bei mir hat der Übergang von Kokeln zu Blubbern sogar eine kleine Schnittmenge, in der ich beides genießen kann. :emojiSmiley-30:


    Irgendwas mache ich falsch. :emojiSmiley-19:

  • Ich nehme eine einfache selbst gewickelte Kanthal Clapton Coil, mit einem Id von 3mm. Die Beinchen werden gemäß Kürzhilfe auf 6mm gekürzt. Die Watte ziehe ich so stramm durch die Coil, dass die kurz vor dem Reißen ist. Die Watteenden schneide ich etwa auf Höhe des Bodens ab. Bevor die Watte in die Wattetaschen kommt, werden die Enden ein wenig ausgedünnt. Vielleicht so um 25%. Die Watte lässt sich so leicht durch die Wattetaschen fädeln, liegt aber auch nicht zu locker darin. Die Enden berühren gut den Boden. Wichtig ist noch, dass die Watte aus den Coils einen lockeren Bogen macht.

  • Dankeschön für die Erklärung!

    Hmmm - klingt eigentlich so in etwa wie ich es auch mache. Nur hab ich Flachdraht verwendet. Aber daran wird es ja nicht liegen.

    Ich mach das die Tage nochmal neu und stelle ein Bild ein. Vielleicht findet ihr ja einen Fehler. :emojiSmiley-04:

  • Bin ich irgendwie der einzige, der mit dem Teil nicht klarkommt? :emojiSmiley-20:

    Ich habe die erste Wicklung auch verbockt. War zum Teil meine Schuld, aber andererseits habe ich auch VDs, die die kleinen Ungenauigkeiten nicht krumm genommen hätten.

    Aufgrund der vielen Hardware die bei mir rumsteht hat er noch keine neue Chance bekommen. Vielleicht tue ich ihm Unrecht, vielleicht ist er aber auch echt ne kleine Diva. Irgendwann werde ich ihn mir sicher noch mal vornehmen, aber eilig habe ich es nicht.

  • Außer mit dem Themis habe ich keine Wickelerfahrung. Den habe ich seit Oktober letzten Jahres gut 100 mal neu gewickelt, um verschiedenste Drähte dual und single auszuprobieren. Den Themis empfand ich gerade mit Dualcoil deutlich schwieriger zu wickeln. Beim Elevate lief das dann ganz locker. Seit Sonntag habe ich den schon 3 mal neu bestückt um verschiedene Drähte auszuprobieren, immer problemlos.

  • Das lustige ist, dass ich bei der Gelegenheit geguckt habe, was bei mir noch zum wickeln liegt und auf die Schnelle habe ich nur den Kylin II RTA gefunden, aber eben auch einen zweiten Elevate. :shok:


    Oh man, echt gut, dass ich immer häufiger den Bestellfinger unter Kontrolle halte..... :mocking:

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