Startproblem

  • Heute morgens nach der Arbeit, Einschaltknopf gedrückt zum Rechner-Hochfahren wie immer, da spricht er sofort nach einer Sekunde schon zu mir: "Piep, piep, piep, piep." 4 mal Piep und nichts geht, schwarzer Monitor.


    Kurz gegoogelt: von RAM über Uhr bis zu Leseproblemen der Startdateien oder Board kaputt sei alles möglich. Nochmal probiert und nochmal, immer wieder dasselbe, 4 mal piep.


    Geistesblitz: vor dem mühseligen Abstöpseln aller angeschlossenen Geräte und dem Öffnen doch mal kurz den Netzstecker gezogen und 3 Sekunden gewartet. Siehe da, anschließend startete der Rechner wieder normal, mehrfach, kein Problem mehr vorhanden. Aber was war das? Hat jemand eine Idee? :vogelzeigen1:

  • Ich kenne auch solche Schrecksekunden und mein Techniker sagte mir mal dazu bei meiner Einweisung, was ich auch selbst erledigen kann:

    Beim Runterfahren waren wohl nicht alle Einträge im BIOS richtig. Das wird dem Kundigen mit diesem Code akustik mitgeteilt. (Es gibt da noch viele andere Piepsreihenfolgen, die dem Kundigen jeweils andere BIOS-Probleme a la Morsezeichen signalisieren!) Solange man also den Netzstecker angeschlossen hat, bleiben diese falschen Eintragungen in machen Bausteinen bestehen. Es fließt nämlich trotz einer Ausschaltung ein wenig Strom, obwohl man den Computer doch per Knopf aus gemacht hat: Z.B. sieht man das auch schön am USB-Stecker, der dann immer noch Strom für ein Laden des Handys liefert. Oder die Beleuchtung meiner Tastatur bleibt bestehen trotz meiner Aus-Schaltung!


    Hat man aber den Netzstecker gezogen und wartet ein wenig, bis aller Strom aus den Bausteinen rausgeflossen ist, dann resettet sich das System, alle Eintragungen im BIOS in den flüchtigen Speicher-Bausteinen sind weg, alles ist wieder leer und können durch die BIOSangaben erneut ordnungsgemäß gefüllt werden, damit alle Hardwareteile Windows übermittlet werden können.


    Sollte auch das Ziehen des Netzsteckers nichts helfen, kann man auch das Board an einer Stelle kurzschließen (zur Löschung aller Einträge in den Bausteinen) oder noch einfacher mal die Bordbatterie kurz herausnehmen und nach 2-3 Minuten wieder in die Halterung einstecken. Ohne Batterie kann sich nämlich das Board bzw. die flüchtigen Bausteine auch nicht merken, welche Eintragungen hier einmal beim Bau getätigt worden sind.

    Danach hast Du zwar dann alle vorherigen Eintragungen gelöscht, (also auch die zufällig falschen, die Dein System blockiert hatten), kommst aber mit dem Festhalten der ENTFERNT-Taste beim Hochfahren wenigstens wieder ins BIOS-Programm rein, trägst alles wieder ein, welche Hardware-Komponenten Du eingebaut hast (Vieles dieser Arbeit übernehmen moderne Boards heutzutage oft automatisch selbst!) und stellst den Rest auf Automatik - und schwupps weiß Dein Computer vor allem wieder, welche Platte bootfähig ist bzw. wird dort dann auch Windows wieder problemlos gestartet, als ob es nichts anderes gibt!

    Da alle anderen, speziellen Eintragungen verschwunden sind, habe ich mir diese einfach einmal notiert (mehrere Screenshots der verschiedenen Oberflächeneintragungen), um sie nun erneut per Hand nachtragen zu können. Denn manchmal ist der Computer mit nur den rein automatischen Einstellungen nicht optimal eingestellt und lahmt u. U. ein wenig. Wenn man aber alle Eintragungen, die der Techniker damals beim Bau getätigt hatte, erneut einträgt - ich gehe mal davon aus, dass der Techniker diese optimierenden Eintragungen auch gemacht hat?! -, ist Dein BIOS wieder tempomäßig wunderbar konfiguriert und sollte genauso schnell seine Arbeit wieder machen können!

  • Monomond

    falls du vorher nichts an den Bios Einstellungen nichts geändert haben solltest, und es ein urplötzlich auftretendes Phänomen ist, könnte es mit großer Wahrscheinlichkeit auch das Netzteil sein, welches langsam aber sicher den Geist aufgibt....

    Ein nicht ausreichend funktionierendes Netzteil kann die von dir beschriebenen Symptome hervorrufen.... Habe ich sehr häufig schon bei Rechnern gehabt, wo nicht zwingend sehr gute Netzteile verbaut waren.

  • Danke für den Tipp für Monomond und sein Bootproblem. An das habe ich vor lauter BIOS nicht dran gedacht und kann das nur bestätigen, obwohl ich selbst mit meinen Netzteilen noch nie Probleme hatte, bei meinen alten geschenkten Rechnern in der Schule aber durchaus!

    Vor meinem neuen Rechner im letzten Sommer hatte ich ein altes Board, wo wahrscheinlich eine kalte Lötstelle nicht richtig funktionierte: Jedenfalls waren ewig neue BOIS-Einstellungen und Windows-Hochfahr-Probleme an der Tagersordnung und so nervig, dass ich dann fast ein Jahr lang den Rechner nie mehr ausgemacht habe. Denn einmal hochgefahren lief die Kiste witzigerweise völlig normal.


    Naja, das ist aber jetzt vorbei und ich freue mich, endlich wieder auch hardwaremäßig auf einem neueren Stand zu sein (nach 5 Jahren mit dem alten Board - und ohne die schnellen SSD-Platten u. schnellerem RAM usw...) Es ist nun eine echte Freude zu sehen, dass mein Rechner nur noch 4 Sekunden braucht und schwups ist alles da, als ob ich ihn angelassen hätte, von dem nun ruckelfreien Arbeiten in meinen diversen Mal- und Grafikprogrammen mit hoher Rechenintensivität mal ganz zu schweigen.- hi hi hi :-)

  • Moin :winkewinke01:


    Ich traute es mir nicht zu sagen.... lazo61 :give501:

    Denn so ähnliches hatte ich erlebt, nicht ganz so wie Bernie

    aber deckte sich mit einigen Merkmalen...


    Wollte aber nicht als :klugscheisser01: dastehen....:schaem1:

  • Moin,

    was auch eine Ursache sein kann, ist eine leere Knopfbatterie. Je nach Alter des Rechners - bei mir waren's ca. 4,5 Jahre - treten dann merkwürdige BIOS-Probleme auf. Mein Rechner z.B. konnte sich einfach nicht mehr an das richtige Datum erinnern. Nach dem Austausch der Knopfbatterie lief alles wieder normal.

  • Vielen Dank für eure Tipps! Ich glaube, ich weiß jetzt in welche Richtung zu denken ist: Richtung Netzteil.


    lazo61 Es handelt sich beim Rechner um einen Tischrechner, der vor 3 Jahren zum letzten Mal aufgerüstet worden war (SSD eingebaut) und dessen externes Netzteil in der Tat ein chinesisches No-Name-Produkt ist. Deshalb, weil ich diesen Teilen nicht bedingungslos traue, wird die gesamte Phalanx, bestehend aus ca. 10 weiteren Geräten und Netzteilen für Laufwerke, Monitore und dies und das über einen Hauptnetzschalter während meiner Abwesenheit vom Stromnetz getrennt (keine Sorge, insgesamt hängt am Kabel bei theoretischer Maximalleistung nicht mehr als rund 500 Watt [edit]). Beim Einschalten am Morgen und dem unmittelbar darauf stattfindenden Einschalten zweier Tischrechner, routiniert und schnell fast gleichzeitig, hatte ich untypischerweise nur heute ebenfalls zusammen mit dem Einschaltknopf des besagten Rechners das Diensthandy an sein extra Ladenetzteil gesteckt, das gleichsam gerade erst mit dem Netzteil des Rechners unter Strom gestellt worden war. Das muss es gewesen sein. Zu viel zu schnell gestartet.


    Bernie Und jetzt kommt genau das zu tragen, was du sagtest. Aufgrund des fehlerhaften Stroms stoppte das BIOS aber blieb selbst nach dem Ausschalten des Rechnerknopfes trotzdem in dieser Startphase hängen. Erst durchs Kappen der kompletten Stromversorgung kam es zu einem Boot-Reset.


    Auf die Idee der "Stromunterversorgung", der Spannungsschwankung als Ursache wäre ich ohne euch aber nicht gekommen. Habe im Kopf immer noch die Bilder eines schwächer leuchtenden Lichts einer Glühbirne bei Über- bzw. Unterlast oder die Hollywood-Bilder von flackernden LED-Lämpchen, ja der gesamten Raumbeleuchtung, bei beginnenden Stromausfällen (wie technisch bescheuert diese Bilder auch sein mögen, sie setzen sich im Unterbewussten fest).


    Quintessenz: nachdem der Hauptschalter jetzt eingeschaltet wird, werde ich nur ruhig nacheinander langsam alles andere einschalten und hochfahren, schön eins nach dem anderen und nicht schnell, schnell, beinahe schon beidhändig mehrere Knöpfe betätigen


    Peperazzi Das mit der Batterie wird demnächst Thema werden, da einer der Rechner 5 Jahre auf dem Buckel hat. Vielen Dank für deine Erinnerung an dieses zukünftig eintretende Ereignis, ich werde es im Hinterkopf behalten.

  • Monomond ca. 500Watt und Noname Netzteil, keine gute Kombi..

    Bedenke bitte, dass die Noname Teile häufig nicht die Leistung bringen, die draufsteht.. Da wird gerne Mal übertrieben...

    Zudem sollte man ein Netzteil nie an seiner Leistungsgrenze betreiben, sprich, wenn du 500 Watt benötigst, nimm ruhig ein Netzteil das 600 oder 700 Watt bringt... Keine Sorge, dass ein Netzteil 700 Watt Leistung bringen kann, heißt nicht, dass ständig 700 Watt abgerufen werden... Die Leistungsaufnahme ist abhängig von den Verbrauchern...

    Leider wird wie so häufig bei Netzteilen am falschen Ende gespart...

  • Illmix Ein AMI-Board ist verbaut. Ich habe mich jetzt via Google schlauer gemacht. Den Fehlercode hatte ich schon nachgesehen. Es steht im Original, dass entweder der Timer nicht läuft oder die RAMs einen Schaden haben. Es steht dort aber auch, dass das gesamte Board eventuell defekt ist und ausgetauscht werden muss. Also ist 4 mal kurz Piepen eher als eine Art Universal-Meldung für einen Fehler fundamentaler Startprobleme zu verstehen, die auftreten, noch bevor überhaupt der Prozessor und weitere Bestandteile angesteuert werden. Eine fehlerhafte Batterie ist hierbei wohl meistens der Fall, aber nicht immer. Es scheint eine Spannungsschwankung die eigentliche Ursache gewesen zu sein, die dazu führte, den Timer-Chip oder die RAMs nicht korrekt auslesen zu können. Seither, also seit der Trennung vom Stromnetz und dem anschließenden Neustart, funktioniert der Rechner wieder einwandfrei. Somit lässt sich im funktionierenden Zustand nur raten und das Wahrscheinlichste als Ursache annehmen - es sei denn, irgendwo hat das Board alles protokolliert und man wüsste, wo und wie das auszulesen wäre, wenngleich ich nicht glaube, dass eine solche Protokolldatei für dieses einfache Board existiert.

  • Ach, wo wir schon mal beim Piepen sind :) Ich habe einen Tischrechner, der piept während seines Startvorgangs (ich habꞌs nicht gezählt) ganze 20 Sekunden lang. Bei einem Neustart verzögert sich diese Zeit um 5 Sekunden. Ansonsten fährt er aber problemlos hoch und hört am Ende auf zu piepen. Er bleibt idR immer auf Bereitschaft, da er mein Netzwerk steuert, somit piept er nicht, wenn er gebraucht wird.


    Das Piepen begann ab dem Zeitpunkt, als ich versehentlich den Klinkenstecker (im Dunklen unterm Tisch) für die Lautsprecher in eine falsche Buchse gesteckt hatte (ich glaube, in die Micro oder die andere).


    Wie gesagt, stört nicht, Micro ist eh nicht angeschlossen. Ich habe noch nicht nachgeforscht, was die Ursache seines Lärmens ist, denn ich weiß auch gar nicht so recht, ob ich das überhaupt wissen will, er funktioniert ja ansonsten - nachher bastle ich daran wieder so lange herum, bis gar nichts mehr geht.


    Ich wolltꞌs nur mal gesagt haben. Mysterien stecken überall im Alltag. Bei manchen lohnt sich deren Entschlüsslung, bei anderen führt es unter Umständen zur Befreiung der Pandora ;)

  • Alle Netzteile werden durch einen Hauptschalter ausgeschaltet, wenn ich außer Haus bin.


    Sollte es nochmal auftreten, einfach mal 30ct für ne CR2032 investieren ;-)


    Dann sollte sich das aber auch mit einer falschen Uhrzeit bemerkbar machen.

    Aber klar, bevor ich ein neues Netzteil oder Board kaufen würde, wäre sicherlich erst ein Versuch mit einer neuen Batterie angesagt.


    Du hast doch mehrere Rechner zur Verfügung Monomond . Wenn kompatibel könntest du zumindest mal den RAM in einer anderen Kiste testen und dann gegebenenfalls als Ursache identifizieren oder ausschliessen.

  • Bedenke bitte, dass die Noname Teile häufig nicht die Leistung bringen, die draufsteht.. Da wird gerne Mal übertrieben...

    Bitte bedenken dass kann auch böse nach hinten los gehen. Netzteil im laufenden Betrieb abgeraucht, beim Kollegen erlebt.

    Da kann er froh sein, dass es ihm nur das Netzteil und nicht die Hardware mit zerschossen hat.


    Hab ein Seasonic Focus 650W 80+ Gold (Modular) bin damit zufrieden.

    Falls es dein Netzteil sein sollte und du auf der Suche nach einem neuen bist.

    Monomond

    „Geld besteht aus Zahlen und Zahlen sind unendlich, wer Geld benötigt um glücklich zu werden, dessen Suche nach Glück wird unendlich sein.“

  • Vor Jahren, bin ich mit BeQuiet Netzteilen zufrieden gewesen, wobei ich schon Netzteile hatte, die von Anfang an nicht das Gelbe vom Ei waren und binnen 24 Stunden ausgetauscht wurden.


    Momentan, ist mein Netzteil 750 Watt Inter-Tech Coba Nitrox Modular 80+ Bronze, ob schon mehr als 3 Jahre alt noch im betrieb und das ohne Probleme.


    Sporadischer Fehler, kann alles mögliche sein, von der BIOS Batterie bis hin zum Schwankendem Netzteil und RAM-Riegel, die Lese und Schreibfehler erzeugten.

  • Momentan, ist mein Netzteil von 750 Watt Inter-Tech Coba Nitrox Modular 80+ Bronze

    Ich denke sobald ein Netzteil ein 80+ Zertifikat hat, macht man wenig verkehrt.

    Wobei es da sicher auch schwarze Schafe geben wird ab und an.


    Kenne nur die NoName LC-Power (LC-Böller) Netzteile. Das Ding habe ich damals in weniger als 24h getauscht.


    Denke solche NoName Netzteile sind evtl. „Ganz OK“ für Office PCs.

    Aber wenn die andere Hardware teuer ist sollte man eben nicht am Netzteil 20-30€ sparen.

    „Geld besteht aus Zahlen und Zahlen sind unendlich, wer Geld benötigt um glücklich zu werden, dessen Suche nach Glück wird unendlich sein.“

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