Wie sollte eine Gute Erstberatung für Einsteiger in einem Shop aussehen?

  • Ich habe schon mit viele Umsteiger in den Jahren gesprochen, die nicht nur Katastrophal beraten wurden, nein auch die Gerätschaften waren total ungeeignet.


    Zum Beispiel Aktuell :

    Für viel Geld wurde ihm eine VGOD PRO 150w mit einem VGOD Elite RDTA. verkauft.

    Es gab eine Kurze Wickelanleitung Coils wurden eingebaut und schon wurde der laden knapp 200 Euro ärmer verlassen.

    Da kann man doch bloß mit dem Kopf schütteln.


    Vor einiger Zeit, war der Klassiker Leute mit einer Smoke Alien 220w und einem TFV8 Nachhause zu schicken.


    Es wäre super, wenn wir hier mal die Erfahrungen und Meinungen zusammentragen können um einen Guten Hilfsbericht zu erstellen, worauf Umsteiger und Neukunden achten sollen, ob sie anständig beraten werden, oder besser den Laden wieder verlassen sollten.


    Hierfür zählt jede Meinung von den Fortgeschrittenen die ja wissen, worauf es ankommt und Anfänger (in), die schon eventuell falsch beraten wurden, oder weil sie Perfekt beraten wurden.

  • Als allererstes sollte man die Rauchgewohnheiten abfragen.

    • Zigarettenraucher/Shisharaucher
    • Wieviel, wie stark, wie lange hat man geraucht, um einen groben Überblick zu bekommen.

    Dann sollte der Shop natürlich mindestens eine MTL- und DTL-Dampfe zum probieren haben. Im besten Fall dann noch für beide Geräteklassen verschiedene Nikotinstärken, damit man mit einen geeigneten Liquid dann zuhause glücklich dampfen kann.


    Den Neudampfer sollte man vielleicht auch nicht mit zu vielen Fachbegriffen verwirren/überfordern.


    Ich denke, das ist schonmal eine gute Basis für eine Erstberatung, so würde ich es zumindest machen, wenn ich hinterm Tresen stehen würde.


    Meine persönliche Erstberatung ist so ähnlich abgelaufen, seitdem habe ich auch keine Pyro mehr angerührt.


    Allerdings habe ich als (Ex)raucher den Laden mit einen kleinen Nebelwerfer(eVic VTwo Mini/Ultimo VD/20-30W) verlassen. Ein paar Tage später ist schon der erste SWVD, Wickel- und Mischequipment eingezogen. So nahm das Unheil seinen Lauf.:happy1:


    Gruß, Franky

  • Moin


    Ick hatte so ein Jüngelchen der ziemlich maulfaul war man könnte sagen

    typisch Norddeutscher, mich aber super gut kurz und knapp beraten hat.


    Der wusste das ich vom Dampfen null Schimmer hatte

    und hat mich dementsprechend mit einer AiO ausgestattet.


    Ich müsste lügen, ich bin mit zwei kleinen Liquids und der AiO,

    bei ca. 28 € die ich gezahlt hatte, aus dem Laden gegangen...


    Stolz wie Bolle dann, dass erste mal gedampft :biggrin01:

    Das Bild enstand kurz nach dem Kauf

  • Man sollte auch Fragen, ob die Leute kiffen oder gekifft haben.

    Kiffer und Shisha-Raucher kennen die DL-Technik in der Regel und daher sind für sie oft DL-Geräte besser, grundsätzlich sollte zu einem günstigen Gerät (auch in Bezug auf die Coils) geraten werden, wichtig ist, dass sich für das Liquid Zeit genommen wird.

    Das Gerät wird eh bald wechseln, aber ein gutes Liquid ist das A und O.


    Allgemein sollte die Beratung individuell sein, ein wichtiger Punkt ist, dass darauf hingewiesen wird, dass Tabak-Liquids oft nicht die passenden sind. Da gibt es oft falsche Erwartungen. Auch darauf, dass sich der Geschmack ändert, wenn man nicht mehr raucht, sollte gesagt werden.

  • Ich hatte diesmal richtig Glück - war ja aber auch nicht ganz unbeleckt bei dem Thema, also brauchte ich keine komplette Erstberatung. (Obwohl ich mir da über DL und MtL noch keinen Kopf gemacht hatte - aber mit den Exceed D19 geht ja beides zu probieren.)


    Bin rein in den Laden und habe gesagt, ich will zwei Geräte, erst mal was Kleines, soll per Steckdose aufladbar sein.

    Habe ich bekommen und war auch noch im Angebot damals.


    Aber ich glaube, wenn ich ratloser da gestanden hätte, wäre mir auch mehr Beratung zuteil gekommen - so mein bisheriger Eindruck von dem Laden, wo ich seitdem noch mehrmals gerne hingegangen bin.


    Da kaufe ich auch meine nächste Hardware (haben sie extra für mich zu ihrer eigenen Bestellung hinzugefügt, weil ich ja grün will und es das erst Ende Februar gibt) und das, ohne dass ich meine Personalien oder so hätte hinterlegen müssen.


    Aber ihr habt alle Recht. Das bisheige Verhalten beim Rauchen sollte unbedingt abgefragt werden, wenn man einen totalen Newbie vor sich stehen hat.

    Das mit dem Probieren kann natürlich trotzdem nach hinten losgehen. Wir wissen alle, es kann sein, dass man am Anfang sehr husten muss ... Kann also dann trotzdem passieren, dass jemand vorsichtshalber erst mal MtL kauft, obwohl er eigentlich am liebsten später DL dampft.

    Aber wie man das umgehen könnte, weiß ich auch nicht.

  • Aber jetzt mal im Ernst, DoDoDampft kein Verkäufer mit Verstand wird sich anmassen, einen Kunden zu fragen, ob er kifft oder gekifft hat. Wenn ich Besitzer eines Offliners wäre und mein Mitarbeiter einen Kunden solch eine Frage stellen

    würde, den würde ich hochkant rausschmeissen:pfanneaufdiebirne01:

    Würde ich nicht so sehen.

    Kommt auf den Kunden an, und auch auf den Standort.

    Ein Shop in Berlin Mitte mit einem Kunden der scheinbar aus dem linken Millieu kommt, wird dir diese Frage, richtig gestellt, nicht übel nehmen.

    Wenn du die Ex-Kiffer dazu nimmst, dürfte mittlerweile ein Drittel oder mehr Menschen in diesem Land zu den (Ex-)Kiffern gehören, und dieses Thema habe ich schon mehrfach in Vapeshops mitbekommen. Klar, als Frankfurter bin ich in einer Ecke, in der das verbreiteter ist als in einem Shop in der Sächsischen Schweiz.

    Wenn du eine gute Beratung möchtest, gehört das dazu, denn es kann massiven Einfluß auf das Dampfverhalten haben.

    Wie oben gesagt, sowas muss immer individuell entschieden werden,

    Dann stellt ein guter Verkäufer diese Frage einfach nicht direkt, sondern gibt einen Hint.

    "Hast du nur Zigareten geraucht?" zum Beispiel.

    Jetzt hat der Kunde die Möglichkeit, sowas einzustreuen, es könnte aber auch um Shisha, Zigarren oder Pfeifen gehen.

    Du fragst auch nicht nach Lungenerkrankungen, trotzdem kann das wichtig sein, und man kann da mal Türen öffnen.

    Natürlich beginnt man sowas nicht mit: "Wieviel hast du geraucht, kiffst du? Und wie oft hast du eigentlich Sex?"

    Aber ein gutes Erstberatungsgespräch wird mindestens 30 Minuten dauern, da ergeben sich Möglichkeiten, mal dezent in verschiedene Richtungen zu lenken.


    Nachtrag:

    Du kannst hier im Forum sehen, wie offen damit viele Umgehen.

  • DoDoDampft


    Ob man kifft oder...


    Solch eine Frage, habe ich weder gehört noch irgendwo gelesen.

    Ich weiß nicht, was Du heute dampfst aber Tatsache ist, wenn ein Offliner mit dieser Frage auf den Kunden zugeht und das die erste Frage sein sollte, dann überlebt dieser Offliner nicht.


    Ob kiffen oder sonst, gehört nicht in ein Fachgeschäft, egal wie..da fehlt mir jegliches Verständnis.

  • Moin :winkewinke01:


    Na ja, dass mit dem kiffen ist natürlich unpassend, die Frage.

    Könnte ein Verkäufer anders formulieren und ich denke,

    wer ein bisschen Fingerspitzengefühl besitzt,

    wird dass auch so machen.


    Es geht ja wirklich nur um die Zugtechnik :Denk1:


    Obwohl ein Shop einer sehr bekannten Kette (ich kannte den Shop sogar gut),

    wurde wegen expliziten Handels mit Drogen, letztes Jahr geschlossen

    Quelle; Vapers Guru / Drogenhandel Vape Shop


    Daher muss man schon wohl sensibel mit solchen Bemerkungen, Fragen

    dann umgehen...

  • Wir haben in Bonn einen sehr guten Offliner (Calito e-Smoke). Die Mitglieder hier, aus Bonn werden ihn kennen. Die machen zu weiten Teilen eine sehr gute Erstberatung.


    Als ich das erste mal da war, hatte ich schon ein Gerät im Kopf und hab danach gefragt.


    Der Shop-Betreiber meinte dann nur: „So, vergiss erst mal ALLES was du gehört und gelesen hast.“ Dann stellte er mir 7 Geräte nebeinander vor die Nase (verschiedene DTL und MTL VDs nebst Geräten) und ließ mich damit erst mal rumprobieren. Dann sind wir jedes Setup durchgegangen. Er hat das wirklich geduldig mit mir durchgezogen.


    Als ich dann, das für mich angenehmste Setup rausgesucht hatte, ging es um Nikotin-Stärke und Liquid.


    Eine bessere Beratung hätte ich mir nicht wünschen können. 👍🏻

  • @Fr. Tetzlaff


    Genau das war meine Sichtweise.


    Da muss ich doch mal nach dieser Frage, mit einer Gegenfrage kontern, ob man BTM an den Mann bringen möchte und das Zeug hinter den Tresen verkauft.


    Fakt ist, man möchte mit dem Rauchen aufhören, dazu ist die dampfe da aber das kiffen hat mal mit der dampfe und dem Rauchen und Tabak/Nikotin nichts zu tun.

  • Um einen Kunden richtig zu beraten, muss der Verkäufer den Kunden gezielte Fragen stellen.

    Als Einsteiger kann der Verkäufer nicht erwarten, das der Kunde ihm alles wichtige erzählt. Denn der Kunde hat ja nun mal gar keinen Plan von der Sache.


    Wenn ich einen Kunden eine gute Beratung geben möchte, muss man sich auch dafür Zeit nehmen.

    Ich würde als erstes mit ihm vor die Türe gehen und ihm zuschauen wie er raucht.

    Ist der Kunde kurzatmig, wie inhaliert er seinen Qualm.

    Dann frage ich ihn welche Geschmacksrichtungen er mag.

    Danach entscheide ich ob ich ihm erst ein MTL Geräte oder ein DTL Gerät zum testen hinstelle.

    Wähle mit ihm ein Liquid aus und führe in langsam ans Dampfen ran.

    Erkläre ihm welche Möglichkeiten er hat. Ob er ein Fertigcoiler haben möchte, oder ob er selber wickeln möchte bis hin zum selber anmischen vom Liquid.

    Also 1 Stunde Zeit sollte man sich schon nehmen.

    Gut beratende Kunden den man auch was vernünftig erklärt, kommen wieder.

    Ich wurde nicht gut beraten und mir wurde Müll angedreht, aber ich hatte den Ehrgeiz mich selber zu informieren.


    Ein guter Shop stellt auch viele Produkte hin, die man sich entweder anschauen kann und sogar testen kann. Man muss auch als Shop Betreiber was investieren.


    So in etwa stelle ich mir vor wie ein Shop Betreiber vorgehen soll.

  • Bei meinem Erstgespräch beim Offi wurden an sich nur die Rauchgewohnheiten
    hinterfragt. Wieviel und Was für Zigaretten. Er hat sich nur ein Bild gemacht ob ich
    gerne MTL oder DL dampfen möchte. Dann kam er mit einem Gerät an und hat es mit
    mir ausgepackt und zusammengebaut. Dauerte nicht lange und ich fühlte mich trotzdem
    sehr gut beraten.

    Ich finde daß ob der der Kunde gekifft hat oder nicht eine ziemlich ungenau gestellte
    Frage gewesen wäre. Kiffen kann man auch wenn man sich einen Joint bastelt und den
    wie eine normale Zigarette raucht. Kiffen heißt ja nicht automatisch Bong rauchen.
    Mich hätte die Frage jetzt nicht gestört. Ich finde, daß muss der Verkäufer abwägen,
    ob er dem Kunden diese Frage stellen kann und ob es überhaupt notwendig ist.
    In den Leitfaden für Erstberatung gehört das meineserachtens nicht. Fall jemand mit
    den Begriffen DL und MTL auch nach Erklärung nichts anfangen kann, kann man das
    Beispiel Sisha und Bong als Beispiel anführen, mehr aber auch nicht.
    Ich weiß noch als ich beim Offi mal nach CBD und deren Wirkung gefragt habe.
    Selbst das Thema wurde eher unter vorgehaltener Hand besprochen. Wobei der CBD
    Verkauf ja seit längerer Zeit erlaubt ist.

  • Ich glaube, diese ganze "kiffst du oder nicht!?" Fragerei kann man elegant umschiffen, indem man sich bloß auf die Fragen nach Shisha bzw. Wasserpfeife Erfahrungen konzentriert; so spielten diverse Kräutermischungen o.ä. keine Rolle mehr.


    Um Neueinsteigern, also Menschen, die gerade vom Rauchen kommen und noch keine Recherche im Netz hinter sich haben (und ggf. auch nicht vorhaben werden) adäquat abzuholen, sollte zunächst das Ambiente stimmen m.E.

    Ein ranziger Shop mit fünf Hardcore Dampfern, die alles in der Sitzecke zu nebeln, ist z.B. nicht einladend - you get the idea...;)


    Sich Zeit nehmen, eine gute Auswahl an Einsteigersetups und Liquids, gezieltes Fragen und Erklären dürften das A und O ausmachen. Ebenso darf die Hygiene nicht zu kurz kommen, z.B. nicht mit den Patschehändchen das zukünftige Mundstück des Kunden anfassen (oder gar selbst daran ziehen!), die Reinigung des oder der Geräte zeigen usw., ggf. Desinfektionsmittel am Mann bzw. im Laden haben etc.

    Die Erstberatung sollte nicht "zwischen Tür und Angel" stattfinden, also nicht im Gewusel der übrigen (Bestands-) Kunden, sondern in einem leicht separierten Bereich, wo man in Ruhe auf den Kunden eingehen kann.


    Und, was mir persönlich wichtig wäre, hätte ich einen Shop: geschultes Personal! Es müssen nun nicht die Obernerds sein, die jede noch so kleine High-End Modder Enklave weltweit kennen, sie sollten aber einen aktuellen, informierten Überblick des Marktes haben und entsprechend kommunizieren können. Schön wäre obendrein, wenn sie selbst Dampfer*innen sind - in jedem Fall aber Nichtraucher, denn: wie überzeugend ist es, wenn der oder die Beratende selbst nach Rauch müffelt!? Obendrein sollte ausreichend Personal anwesend sein, denn wenn einer allein den Laden schmeißt und der Andrang hoch ist, bleibt die Einsteigerberatung auf der Strecke.


    Zur Kundenbindung finde ich Bonusheftchen schön (jedes 11. Liquid gratis, Prozente usw.), womöglich auch mit einer Sektion, wo man seine Erfolge handschriftlich oder per Häkchen eintragen kann (1. Woche: x Kippen tgl., 2. Woche x Kippen tgl. z.B.).

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