Mein erster Linux-Rechner

  • Auch mit Firewall und auch mit schwereren Geschützen nicht. Es gibt bei W10 nur eine Möglichkeit es zum Schweigen zu bringen - den Netzwerkstecker ziehen.

    Völlig richtig! :thumbup: Und was mich überdies schockiert, dass ist die Marktmacht Microsofts auch abseits ihrer Betriebssysteme. Durch - nennen wir es wertneutral einfach mal Geld - werden sämtliche Hardwarehersteller gedrängt, genötigt oder verführt, mit MS gemeinsame Sache zu machen. Die Kommunikation des BS ist dabei nur die eine Seite, auf der anderen steht jene der Hardware. Die Chips telefonieren heute genauso nach Hause. Das geschieht abseits des BS also auch unbemerkt von Software wie Firewalls.


    Den Kunden werden wiederum durch tolle Billigangebote Systeme schmackhaft gemacht, die gar nicht mehr ohne MS funktionieren. Also verdeckte Kommunikation sowie das Verzahnen von Hard- und Software. Das ist so dermaßen dreist. Und entzieht sich jeder Kontrolle. Der Kontrolle sowieso, da alle Daten in annähernd Lichtgeschwindigkeit in die USA gesendet werden, wo ganz andere Datenschutzbestimmungen gelten als in Europa.


    Somit kann man sich dieser marktbeherrschenden Stellung MSs immer weniger entziehen. Noch ist Linux eine Lücke in dem System, ein BS der Freiheit sozusagen. Ob das auf Dauer so sein wird, würde ich nicht zu beschwören wollen, denn viel Geld macht korrupt und auch Linux-Entwickler sind am Ende käufliche Menschen.

  • Bsp Ubuntu ist schon zu einem bestimmten teil auch nicht mehr Open Source ist und keiner weiß so recht weis was es macht.

    Dank den Debian und Arch Leuten wird es aber zum glück immer eine Alternative geben.

    "Wenn ich eine Weile ohne Lust und ohne Schmerz war und die laue fade Erträglichkeit sogenannter guter Tage geatmet habe, dann wird mir in meiner kindischen Seele so windig weh und elend, dass ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläfrigen Zufriedenheitsgott ins zufriedene Gesicht schmeiße und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle als diese bekömmliche Zimmertemperatur."
    Hermann Hesse

    Vorlage für Akkuträger

    Liquidvorlage

  • Hauptsächlich, bin ich auch wegen dem zocken am PC auf Windows umgeschwenkt.


    Sei es Call of Duty, Battlefield, FarCry oder auch Unreal Tournament, Tom Clancy Reihe..


    Für nicht so rechenintensive Anwendungen ist Linux okay und auch da gibt es Interessante Spiele, die auch auf Windows sowie Linux Basierend möglich sind.

  • Auch abgesehen von der unsäglichen Abhängigkeit und Macht von MS und seinen Produkten hast du natürlich auch recht was die Hardware angeht Monomond . Intel Management Engine, Uefi mit eigenem Netzwerkstack, geheime und kaum nachweisbare in andere Chips implementierte Chips, staatliche Hintertüren in Consumergeräten usw.

    Diesen Aspekt haben die meisten gar nicht auf dem Schirm. Die gesamte IT ist mehr oder weniger im Arsch.

    Zu diesem Problem mit der Hardware gabs auf dem letzten Chaos Kongress einen sehr aufschlussreichen Vortrag.

    Ist deutsch synchronisiert, auch für Nicht-Experten zu verstehen und ich kann wirklich jedem nur empfehlen sich das mal anzuschauen...

    https://cdn.media.ccc.de/congr…_Problems_in_Hardware.mp4

    Wenn man dann noch bedenkt, dass die meisten unserer Infrastrukturen und öffentlichen Verwaltungen unter Windows laufen, die zu allem Überfluss auch noch oft von nicht entsprechend ausgebildeten Admins gewartet werden, kann einem nur schlecht werden.


    Auch die Entwicklung, die Linux nimmt und vorhandene Strömungen bieten Anlass zur Sorge. Da ist ja nicht nur Google als grosser Geldgeber, auch MS versucht sich seit geraumer Zeit dort breitzumachen.


    Debian und Arch sind nicht viel "besser" als die *buntus. Man denke nur an systemd (bitte hier keinen Glaubenskrieg darum) propietäre Treiber, Firmware und Software ala´ Flash. Es gibt sehr wenige Distributionen, die wirklich komplett Open Source sind. Und die, die es sind, sind vom Laien erst gar nicht installierbar bzw. würde ein Laie hierfür Tage instensivster Beschäftigung mit der Materie benötigen.

    Und es gibt natürlich reichlich Probleme mit propietärer Hardware. Hab mir zum Beispiel übers Wochenende mal Hyperbola GNU/Linux-libre (basiert auf BSD) auf meinem Test Laptop installiert und eingerichtet. Auf einem 10 Jahre alten T400 ein tolles, superschnelles System . Und der Preis für die komplett freie Software? - kein WLAN weil ein WLAN-Chip von Intel im Lapi sitzt für den es - dank Intel - keinen freien Treiber gibt.


    Für mich gibt es im Moment maximal ne Handvoll Distributionen, die ich nutzen möchte. Alles andere rennt mir zu massiv dem Mainstream hinterher bzw. weicht die Prinzipien, die Linux hat(te) immer weiter auf.


    Atlantis
    Vielleicht hast du dich nur falsch ausgedrückt. Die rechenintensivsten Aufgaben dieser Welt werden auf Linuxkisten erledigt. Weil man sie ganz speziell auf die eine/seine Aufgabe zurechtpfriemeln kann.

    Ohne Linux auch kein Internet. Microsofts Marktanteil bei Serversystemen lag Ende 2019 bei knapp unter 15%, bei den aktiven Webseiten sogar nur bei 5% (Quelle: statista.com]. Außerhalb der Welt der Desktops ist MS nicht mal ein Fliegenschiss.



    EDIT: Keine Ahnung warum der obige Link gleich dreimal auftaucht.

    UNFUCK THE WORLD

    If not us, who? If not now, when?


  • Zu den obigen Themen

    Linux gibt es in X verschiedenen "Geschmacksrichtungen" nicht nur die Oberfläche z.B. Debian, Ubuntu (die beliebtestens ) aber auch Red Hat, Manche Firmen bauen es für Ihre Bedürfnisse um z.B. Banken.


    Ich arbeite gerne mit Linux aber da ich u.a. auch Server betreue befinde ich mich meist auf der Shell wenn man die in Griff bekommt teilweise schneller und flexibler als eine GUI.


    Da auch ich nicht ganz drumrum komme mit win zu arbeiten hab ich mal alles Entmüllt was so geht und arbeite auch hier viel auf der Shell

  • Ich habe meinen betagten Laptop neulich einer kleinen Frischzellen Kur unterzogen (SSD statt HDD, neuer Akku) und im Zuge dessen auch mit Mint ausgestattet, läuft prima - nur meinen Drucker kann ich damit noch nicht benutzen, das ist etwas verwirrend, aber ich habe mich uvh noch nicht genug eingelesen, wie das mit meinem Canon so läuft.

  • schmocke Sag mal bitte, was Du für einen Drucker zur Arbeit „überreden” möchtest… (nicht nur „Canon“, sondern Modell und Anschluss-Variante)

    „Manchmal entsteht ein Scheißesturm einfach dadurch, dass jemand die eigenen Fäkalien in den Gegenwind spritzt.“ (Alexander Wendt)


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  • Nicht mein erstes Linux-Projekt aber, mein letztes:


    Ein Raspi, hier gekauft: https://www.berrybase.de/raspb…3-light-starterkit?c=2383


    Leider ist die Version 3 wohl nicht mehr verfügbar, obwohl sie für das Projekt vollkommen ausreichend ist. Die 4er ist halt etwas teuer.


    Darauf installiert habe ich Pi-hole. Pi-hole fungiert als DNS im Heimnetzwerk (und optional natürlich auch außerhalb) und filtert alle Tracker, Metriken-Spione und Ad-Server aus. Das sind so im Durchschnitt 40% aller Requests, welche Pi-hole im Nirvana enden lässt. Unser Haus ist schlagartig verstummt was das angeht. :-D


    Die Installation ist für jemanden der sich ein wenig auskennt innerhalb von 60 Minuten erledigt.


    Der nächste Schritt ist dann ein VPN auf dem Raspi und dem Mobiltelefon um die DNS-Anfragen auch von außen auf den Pi zu senden.


    Da können die Apps und Betriebssysteme spionieren was sie wollen. Es ist uns egal. Na ja. Jedenfalls so lange, wie das nicht zwangsweise von den Herstellern gefordert wird damit die Programme funktionieren. Denn ein paar Apps stellen ihre Arbeit dann ein. Aber auf die können wir echt verzichten.

  • Danke, aber das sind leider böhmische Dörfer für mich und mein Modell ist in keinem der weiterführenden Links gelistet, leider - somit habe ich keinen Plan, was zu tun ist, denn dort sind mehrere Lösungswege beschrieben usw. Ich habe auch noch andere Links, die ich durchforsten werde. Vermutlich ist es am einfachsten, den Drucker zuerst via USB einzurichten - dazu muss ich aber ein passendes Kabel besorgen, denn das lag natürlich nicht im "Komplettpaket" dabei... Mint bietet auch in den Einstellungen für Geräte an, Drucker einzurichten - aber auch hier, böhmische Dörfer, welches Protokoll, Adressen sollen eingegeben werden usw. Argh. Na ja, halb so wild, kann ich ja noch vom dicken Rechner drucken, bis das per Lappi mal klappt.

  • Da können die Apps und Betriebssysteme spionieren was sie wollen.


    Leider kriegt man Win10 auch damit nicht komplett zum Schweigen.

    Aber ansonsten läuft wirklich alles ins Leere :thumbup:

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  • Wenn ich ein win installiere geht da erstmal privacy w10 drüber das bringt schon sehr viel zum Schweigen, kann bei falscher Nutzung auch wichtige Dinge deaktivieren die man braucht oder sogar das ganze System start unfähig machen.

    Viele der send to home Sachen werden in der host Datei eingetragen um sie "unschädlich" zu machen.

    Mein Tipp testet es an einer vm ware nicht am host System.

    "Wenn ich eine Weile ohne Lust und ohne Schmerz war und die laue fade Erträglichkeit sogenannter guter Tage geatmet habe, dann wird mir in meiner kindischen Seele so windig weh und elend, dass ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläfrigen Zufriedenheitsgott ins zufriedene Gesicht schmeiße und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle als diese bekömmliche Zimmertemperatur."
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  • Hast du dazu mal ein Beispiel?


    Ein konkretes Beispiel kann ich dir nicht nennen, denn dazu beschäftige ich mich zuwenig damit. Unsere Windose wird ausschließlich zum Zocken verwendet. Kein Surfen, keine Mails usw.


    Wie von MoonRockS geschrieben lasse auch ich W10 Privacy sowie zusätzlich O&O ShutUp10 drüberlaufen. Das Problem ist, dass man ja nicht alles blocken kann. Zumindest den Updater braucht man ab und an. Was da dann alles übertragen wird? Man weiss es nicht.


    Laut niederländischen Datenschutzbehörden und z.B. auch Mike Kuketz ist es nicht möglich alles zu verhindern. Eine interessante Diskussion dazu findest du z.B. im Kuketz-Forum.


    Und wie du schon selbst geschrieben hast, könnte MS auch alles IP-basiert abwickeln und die IPs zusätzlich noch munter durchwechseln um das Blockieren mittels Firewall zu umgehen.

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  • Auch wenn mein mittlerweile 8 Jahre altes Notebook (eines der ersten mit dem I7) immer noch tadellos läuft werde ich mir dieses Jahr dann doch mal ein Neues gönnen. Mal schauen, was ich dann mit dem alten Teil mache.


    Aber da wird auf jeden Fall kein Windoof mehr drauf laufen. Leider ist mein berufliches Umfeld massiv von M$ geprägt, also werde ich wohl um ein paar Anwendungen, ähhh Apps, (Visual Studio, etc) wohl nicht herum kommen. Aber da wird das Windows dann in einer VM landen.


    Aber gut zu wissen, dass man in der Enterprise-Edition diesen unsäglichen Scheiß abschalten kann. Diese permanente Ausspioniererei geht mir massiv gegen den Strich.

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