Mein erster Linux-Rechner

  • Als Schaltzentrale meines Netzwerks, das hauptsächlich für Musik, Filme und Serien dient, habe ich letzte Tage einen neuen kleinen, zwar leistungsschwachen, dafür aber lüfterlosen Rechner eingesetzt, der einen alten XP-Tower ersetzt und unter 20 Watt Strom verbraucht. Da ich Windows 10 gar nicht mag aber sogar das geliebte Win7 mir zu viel Ressourcen beansprucht, benutze ich auf dem Rechner das erste Mal Linux-Mint. 5 externe Festplatten angeschlossen, übliche Hardware wie Funkmaus und -tastatur, Netzwerkstecker eingestöpselt, und was geschah? Alles funktioniert von Anfang an reibungslos! Bis auf die Vergabe eines einmaligen Passwortes brauchte ich nichts zu machen. Perfektes Plug & Play.


    Ich betreibe mehrere Rechner, doch wenn sie nun Pause haben, weil ich übers große TV etwas anschaue, und wenn ich dann die Pausentaste drücke, so istꞌs mucksmäuschenstill im Raum. Das bin ich gar nicht mehr gewohnt. Kein Rauschen oder Brausen - einfach nur Stille. Linux-Mint wirkt auf der Oberfläche und in den Menüs herrlich aufgeräumt, es gibt kaum Hintergrundkommunikation, der Windows-Kommerz findet gar nicht statt. Aber das Wichtigste: es funktioniert alles von Anfang an, wie's soll.


    Ich glaube, jetzt habe ich mich endgültig in Linux verliebt :emojiSmiley-178:

  • Schön das hört man gerne welche Desktopoberfläche hast du gewählt?

    "Wenn ich eine Weile ohne Lust und ohne Schmerz war und die laue fade Erträglichkeit sogenannter guter Tage geatmet habe, dann wird mir in meiner kindischen Seele so windig weh und elend, dass ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläfrigen Zufriedenheitsgott ins zufriedene Gesicht schmeiße und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle als diese bekömmliche Zimmertemperatur."
    Hermann Hesse

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  • MoonRockS Eine einfache Frage birgt manchmal auch das Risiko, antwortmäßig fast erschlagen zu werden ;)


    Als Hintergrundbild gefällt mir das Orginalbild von Mint am Besten. Das wird bei "Tricia" leider abgelöst, weshalb ich es manuell wieder eingerichtet habe. Nicht genau das aber ein ähnliches. Dann fand ich die grüne Farbe der Ordner sehr schön. Immer nur gelb oder blau, mintgrün ist eine nette Abwechslung. Also behalte ich das Desktop-Thema erst mal. Die Oberfläche und die Menüs behalte ich ebenfalls, denn sie hat starke Ähnlichkeit mit Win7. Sie lässt sich zudem prima individualisieren. Zum Beispiel habe ich die für meine Zwecke wichtigen Verknüpfungen der Laufwerke und die des Netzwerks extra groß gezogen und mit Zusatzsymbolen versehen. Der Desktop hat dadurch weniger Ähnlichkeit mit einem Windows-Desktop als viel mehr mit einer Steuerungskonsole. Ein paar große Hebel oder Knöpfe für die immer wiederkehrenden Aufgaben. Office, E-Mail, diverse Apps usw. muss der Rechner ja nicht machen, dafür sind die anderen zuständig. Der Browser ist praktisch, um mal etwas nachzuschlagen, zum längeren Surfen nutze ich aber ebenfalls den Platz am Schreibtisch.


    Vorhin hatte ich 10 Folgen einer neuen Serie im Netzwerk auf ein bestimmtes Laufwerk übertragen, ca. 5 GB, das ging mit 10 mbit/s so schnell wie gewohnt. Zur Erklärung: ich streame nicht. Nie! Damit fühle ich mich zu gläsern (mag sein, dass ich hier übertreibe, aber so ist es nun mal, man kann ja nichts für seine Gefühle *ggg*). Also lade ich mir die vielen Serien und Filme komplett herunter und archiviere die guten, die ich eventuell irgendwann nochmal anschauen möchte. Und ich nutze auch keine Festplatten größer als 1 TB, denn falls bei ihnen mal etwas defekt sein sollte, wäre mir das zu viel Verlust. Also kommt knapp jährlich eine Festplatte hinzu, heute ein Dutzend rum, verteilt auf 3 Rechner. Um das alles zu verwalten, reicht allerdings ein schwachbrüstiger Computer völlig aus, wenn er denn nicht ständig von Apps und dem Betriebssystem in Beschlag genommen wird, was bei Windows ja mittlerweile der Fall ist. Der Arbeitsaufwand ein neues WIN7 zu entschlacken, ist viel höher, als Linux einzurichten bzw. anzupassen. Und mit Win10 geht das sowieso kaum noch, da benötigst du eine stundenlange Hack-Orgie, all das abzustellen und auszuschalten, was da im Hintergrund läuft, dazu hat man erst gar keine Lust, erst recht nicht, so etwas bei einem neuen Rechner zu wiederholen. All das ist unnötig mit Linux. Toll!


    Sorry, wenn ich mich jetzt merkwürdig anhöre, denn ich kenne noch nicht das Vokabular von Linux. Für alles und jedes gibt es eine andere Bezeichnung als jene, die ich 30 Jahre lang von Windows her kenne. Ich bin ja schon froh, dass ich das Prinzip von Linux - ich nenne es mal das eines modularen Aufbaus auf ein Grundgerüst - verstanden habe. So wie LKWs, Rennautos, Allrad-Geländewagen oder Familienkutschen alle dasselbe Prinzip eines vierrädrigen Fortbewegungsmittels haben, unterscheiden sie sich dennoch am Ende erheblich. Da heißt dann zum Beispiel die Fahrerkabine Cockpit, Führerhaus oder "Bock" aber dennoch ist es derselbe Ort, an dem der Fahrende sitzt und die Bedienelemente benutzt und das Gefährt steuert. So ähnlich empfinde ich es bei Linux.


    Also erst mal habe ich ein paar Zusatzpakete heruntergeladen, deren fantasievolle Namen mich schon schmunzeln lassen. Ob nun die Nautilus-Pakete, Samba oder das Seahorse - und da gibtꞌs ja noch einige klangvolle Bezeichnungen - das ist blitzschnell eingerichtet und einsatzbereit. Die Programmiersprache ist mir natürlich auch vollkommen fremd, ich habe DOS gelernt, damit hat sie überhaupt keine Gemeinsamkeit. Dennoch verstehe ich die Logik dahinter. In Zeiten des Internets, wo sich alles blitzschnell nachschlagen lässt, sehe ich da aber keine allzu großen Probleme.


    Wie gesagt, eigentlich müsste ich gar nichts machen, nüscht, es läuft ja, trotzdem kommt mein Spieltrieb durch, denn es macht zudem richtig Spaß, in Linux herumzuhacken :)


    Wahrscheinlich hattest du mich aber etwas ganz anderes gefragt - naja, bin eben eine Quasselstrippe an der Tastatur :thumbsup01:

  • Hihi ja nein ^^ das meinte ich nicht Linux hat nicht wie Windows nur eine Desktopoberfläche sonder es es gibt für Mint 3

    • Cinnamon
    • MATE
    • Xfce

    Ich selber nutze es mit Cinnamon auf meinem älteren Läppi da mir auch Win7 auf dem zu langsam ist und naja es ist halt Win

    ist.

    "Wenn ich eine Weile ohne Lust und ohne Schmerz war und die laue fade Erträglichkeit sogenannter guter Tage geatmet habe, dann wird mir in meiner kindischen Seele so windig weh und elend, dass ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläfrigen Zufriedenheitsgott ins zufriedene Gesicht schmeiße und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle als diese bekömmliche Zimmertemperatur."
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  • Ja gerade für kleine Systeme ist das Praktisch aber ich hab da lieber etwas mehr Optik und bei bei 8GB Ram und nur 2x2.2 GHz AMD kann man sich das "leisten" ^^

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  • Ja ist halt so eine Sache die mich da eher an WIn98 erinnert :vogelzeigen1: Cinnamon ist da schön rund/moderner irgendwie ist halt Geschmacks Sache

    "Wenn ich eine Weile ohne Lust und ohne Schmerz war und die laue fade Erträglichkeit sogenannter guter Tage geatmet habe, dann wird mir in meiner kindischen Seele so windig weh und elend, dass ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläfrigen Zufriedenheitsgott ins zufriedene Gesicht schmeiße und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle als diese bekömmliche Zimmertemperatur."
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  • Ich habe schon seit einiger Zeit einen Raspberry Pi (mittlerweile den 4er) als Media Center am Fernseher. Große USB Festplatte dran und XBIAN (Debian mit Kodi als Oberfläche) und naja was soll ich sagen. Funktioniert eigentlich einwandfrei, bis auf das mit den Kernel Updaten hat letztens mein System zerschossen. Und da XBIAN ein sehr seltsames Dateisystem (btfrs mit irgendeiner Verschlüsselung) benutzt konnte ich keine Daten retten. Naja man lernt ja aus seinen Fehlern, jetzt mach ich immer ein Backup vom Home Verzeichnis auf die externe Platte (die mit ntfs läuft und somit ohne probleme überall benutzt werden kann). Aber man muss sagen in den letzten Jahren hat Linux viel getan. Das meisten funktioniert heutzutage eigentlich wunderbar und out of the box. Und da ich schon lange in python unterwegs bin, habe ich da noch ein paar Automatisierungsskripts drauf, die das Media Center Leben noch weiter vereinfachen :emojiSmiley-51:

  • jetzt mach ich immer ein Backup vom Home Verzeichnis

    Warum nicht ./home gleich auf die externe wenn dann mal was passiert ist es egal

    "Wenn ich eine Weile ohne Lust und ohne Schmerz war und die laue fade Erträglichkeit sogenannter guter Tage geatmet habe, dann wird mir in meiner kindischen Seele so windig weh und elend, dass ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläfrigen Zufriedenheitsgott ins zufriedene Gesicht schmeiße und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle als diese bekömmliche Zimmertemperatur."
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  • Also man ist so etwas schon gar nicht mehr gewöhnt: schautest du früher bei WinXP oder 98 oder Win2000 nach, welche und wie viele Prozesse und Dienste im Hintergrund abliefen, so waren es vielleicht ein Dutzend, die aktiv waren. Ab WinVista und Win7 wurden daraus bereits einige Zig Prozesse. Die laufen alle ungefragt. Es macht nach der ersten Einrichtung des Rechners jedesmal Mühe, sie zusammen zu stutzen, da deren Bezeichnung und Beschreibung absichtlich recht kryptisch daherkommen. Aber Egal. Bei Win10 ist es bereits eine dreistellige Zahl dieser aktiven Hintergrundprozesse. Jeder Programmstart irgendeiner Software wird von Hause aus übermittelt. Ohne Firewall ist dem kaum Herr zu werden. Und das sind nur all jene Prozesse, die ein Laie erkennt, ich möchte nicht wissen, was da alles noch im Verborgenen oder unter einem anderen Etikett abgeht.


    Bei Linux-Mint habe ich nachgesehen: 4 bis 6 aktive Prozesse. Der Rest ist inaktiv bzw. "schläft". Das ist einfach nur herrlich! Und alles funktioniert. Linux begeistert mich jetzt schon von Tag zu Tag mehr :)

  • Wenn die neusten Games auch für Linux raus kämen würde ich auch mein Mainsys wechseln aber als Gamer ist man nun mal Win gegeißelt.

    "Wenn ich eine Weile ohne Lust und ohne Schmerz war und die laue fade Erträglichkeit sogenannter guter Tage geatmet habe, dann wird mir in meiner kindischen Seele so windig weh und elend, dass ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläfrigen Zufriedenheitsgott ins zufriedene Gesicht schmeiße und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle als diese bekömmliche Zimmertemperatur."
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  • Trombone deswegen home auf der SD Karte und auf der externen ein Backup, dass 2 gleichzeitig abschmieren ist doch recht selten. Bei Festplatten habe ich bis jetzt auch nie so große Probleme gehabt. In den letzten 15 Jahren ist mir keine abgeschmiert. Bei SSDs und Flash Speicher sieht das ganz anders aus. SSDs habe ich schon einige zu Grabe getragen.

  • Es ist schon Jahre her, wo ich meinen ersten Linux Rechner gebaut hatte.


    AMD K6-2

    2GB RAM

    120GB Festplatte


    Ich habe mir damals, Suse Linux als Distribution Edition für etwa 90 Mark geholt.

    6 Monate lang hin und her..irgendwann Knoppix, Ubuntu usw.


    Bin letztendlich wieder auf Windows zurück aber, es kribbelt immer noch einen Linux Rechner aufzubauen.

    Habe noch Hardware ohne ende..


    Homeserver mit 11 Festplatten, in einem Silverstone Grandia 07, wurde letztes Jahr aufgebaut mit XPEnology als Linux Basis.

  • Wenn die neusten Games auch für Linux raus kämen würde ich auch mein Mainsys wechseln aber als Gamer ist man nun mal Win gegeißelt.


    Dem gegeißelt sein möchte ich widersprechen. Hab auch einen Windows Rechner hier stehen. Genutzt wird er aber ausschlieslich nur zum Zocken. Keine sonstigen Programme, die ich sonst so nutze, keine Mucke und auch kein Surfen. Dafür kommt dann ein Linux zum Einsatz. Für hungrige Sachen das Linux auf dem Win-Rechner und für alles andere wird einer der stromsparenden Laptops mit Linux genutzt.



    Ohne Firewall ist dem kaum Herr zu werden.


    Auch mit Firewall und auch mit schwereren Geschützen nicht. Es gibt bei W10 nur eine Möglichkeit es zum Schweigen zu bringen - den Netzwerkstecker ziehen.

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