Windows 10 beschleunigen und andere "Optimierungen"

  • Windows 10 läuft bei mir sehr schnell und extrem stabil (einen Bluescreen habe ich mit Windows 10 noch nie gehabt). Cortana existiert nicht in meinem Windows 10 und auch der Microsoft Store ist nicht vorhanden (und man kann da nicht mal versehentlich hin) und insgesamt sind außer dem absolut notwendigem keinerlei "Features" von Microsoft vorhanden (man glaubt gar nicht was Microsoft glaubt was so alles notwendig sei).


    Ich hab schon von Anfang an mein Windows 10 "entschlackt" (man könnte auch sagen ich habs auf 'ne Radikal Diät gesetzt....von ursprünglich fast 50 Gbyte auf knapp 33 Gbyte reduziert).

    Die Liste der Software die ich entfernt habe ist relativ lang:


    3DBuilder, ActiproSoftware, Alarms, Appconnector, Asphalt8, Autodesk SketchBook, MSN Money, Food And Drink, Health And Fitness, Microsoft News, MSN Sports, MSN Travel, MSN Weather, BioEnrollment, Windows Camera, CandyCrush, CandyCrushSoda, Caesars Slots Free Casino, ContactSupport, CyberLink MediaSuite Essentials, DrawboardPDF, Duolingo, EclipseManager, Facebook, FarmVille 2 Country Escape, Flipboard, Fresh Paint, Get started, iHeartRadio, King apps, Maps, March of Empires, Messaging, Microsoft Office Hub, Microsoft Solitaire Collection, Microsoft Sticky Notes, Minecraft, Netflix, Network Speed Test, NYT Crossword, Office Sway, OneNote, OneConnect, Pandora, People, Phone, Phototastic Collage, PicsArt-PhotoStudio, PowerBI, Royal Revolt 2, Shazam, Skype for Desktop, SoundRecorder, TuneInRadio, Twitter, Windows communications apps, Windows Feedback, Windows Feedback Hub, Windows Reading List, XboxApp, Xbox Game CallableUI, Xbox Identity Provider, Zune Music, Zune Video.


    Wer sich die Liste mal durchliest wird schnell zu der Erkenntnis kommen das viele dieser Programme auf einem Desktop PC recht sinnlos sind (und das "Facebook" in der Liste ist kein einfacher Link, sondern wirklich 'ne App....für Leute die zu blöd sind einen Browser zu öffnen und sich in Facebook einzuloggen).


    Ok, nun zum "How to":

    Windows tendiert dazu einen großen Teil von dem Scheiß bei jedem Update neu zu installieren und zu aktivieren, daher müssen wir die Kontrolle bekommen WANN Windows überhaupt Updates zieht, damit wir Schritt 2 nicht andauernd neu machen müssen.

    Also laden wir das https://www.sordum.org/9470/windows-update-blocker-v1-6/ runter und installieren es. Damit können wir die Windows 10 Update Funktion deaktivieren und auch verhindern das Windows die eigenmächtig wieder einschaltet (ich selbst aktiviere die Funktion einmal im Jahr, lasse die ganzen Updates von einem Jahr installieren und schalte die Funktion anschließend wieder aus).


    Mit Schritt 2 werden wir nun Cortana und Co und die ganzen "Telemetrie"- Programme (besser bekannt als Spyware) plus den ganzen Müll aus der obigen Liste los.

    Dazu laden wir uns den Windows 10 Debloater runter: https://github.com/Sycnex/Windows10Debloater


    Auf der Seite steht zwar eine englische Anleitung, aber ich fasse die mal kurz auf Deutsch zusammen:

    1. Powershell als Administrator starten

    2. Folgenden Befehl eingeben (oder einfach in Powershell reinkopieren): Set-ExecutionPolicy Unrestricted -Force

    3. mit cd "Verzeichnisname" ("Verzeichnisname" meint das Verzeichnis wo man den Debloater hin entpackt hat) ins Verzeichnis vom Debloater wechseln

    4. mit folgendem Befehl kann man dann die Variante des Debloaters starten die ein Menü benutzt: .\Windows10DebloaterGUI.ps1 (einfach in Powershell reinkopieren)


    In der GUI vom Debloater findet man sich recht einfach zurecht denke ich. Mit einem Klick auf "Debloat" wird einfach alles entfernt und stillgelegt was keine Miete zahlt.



    W

  • Ich verstehe den Wunsch aus Windows so einiges rauszuschmeissen wirklich gut, ABER dafür die Windowsupdates auszuschalten und nur gelegentlich (in deinem Fall nur einmal im Jahr) Updates zu installieren, das halte ich für keine gute Idee. Es werden regelmäßig schwere Lücken gestopft. Für einen Rechner, der mit dem Internet verbunden ist, halte ich das für gefährlich.

    Nun, jeder muss das für sich entscheiden; aber ohne einen Hinweis auf ein großes Risiko würde ich das nicht stehen lassen.


    Ok, man könnte natürlich sagen, Windows an sich ist das Risiko, aber das ist ein anderes Thema 😉

  • Die Lücken die regelmäßig gestopft werden betreffen mich nie. Da sind dann so Sachen drin wie "Wenn man in der Software XY dies und jenes macht, dann ist der PC gefährdet". Das ist gut und schön, aber "Software XY" ist bei mir gar nicht installiert (oder wurde schon vom Debloater rausgeschmissen xD) = die Lücke betrifft mich überhaupt nicht. Wenn in Word 'ne Lücke gefunden wird, ich aber Word gar nicht benutze, dann kann mir die gefundene Lücke aber sowas von wurscht sein.

    Die größte Gefahren für meinen PC waren bisher immer die Updates selbst, denn mehr als einmal konnte ich lesen das manche Updates bei manchen Konfigurationen den PC in einen sauteuren Türstopper verwandeln. Da war ich froh das ich die Update Funktion deaktivieren konnte und abwarten konnte bis die Hirnis bei Kleinweich ihre Updates gefixt haben. Ich kenne mittlerweile sieben Updates die meinen PC in genau so einen Türstopper verwandelt hätten, wenn ich die originale Version die von Macroschrott rausgehauen wurde direkt installiert hätte und zu gleicher Zeit gab es in der ganzen Zeit nicht eine Lücke die auf meinem PC irgendeine Auswirkung gehabt hätte.

  • Wenn man soviel Arbeit in ein System stecken muss, kann man auch direkt und einfacher ein anderes System benutzen,

    das direkt ohne diesen ganzen Krempel läuft.

    Diesen Schritt bin ich vor ein paar Jahren gegangen und würde es immer wieder tun und gebe dafür auch meine Empfehlung.

    Und man glaubt gar nicht wie komfortabel so ein Betriebssystem wieder sein kann,

    wenn es genau nur das macht und hat, was man möchte.


    Früher hatte ich bei Windows auch immer alles optimiert und wahnsinnig viel Zeit ist dabei drauf gegangen,

    und selten war es wirklich so wie ich wollte, daher kann ich diese rumschrauberei am System gut verstehen.

    Bin echt froh und einfach unterwegs mit Mint, und genau dem was ich brauch.

    Kenne mich mit Linux aber gar nicht und überhaupt nicht aus, läuft einfach perfekt in der Grundkonfiguration mit ein paar optischen Anpassungen.

  • Kann man sich nicht immer aussuchen Mikel & @dampfmann. Hier laufen 2 Linux und 2 Windows-Rechner.
    Meine Auftraggeber arbeiten z.B. seit kurzem mit Word-Makros. :schlagaufdiebirne01:

    Ich musste mit nicht nur extra eine MS-Office kaufen, sondern konnte da dann auch gleich noch Freigabe für Makros definieren.

    Viele meiner Programme laufen immer noch nicht rund in der Linux-Umgebung. Obwohl, ich müsste es mal wieder ausprobieren...

  • Was für ne Windows 10 version hast du denn, ist das ein fertig PC? Das meiste davon war bei mir gar nicht drauf und ich musste wesentlich weniger deinstallieren bei der letzten Neuinstallation.


    Dennoch, guter Beitrag, hilft sicherlich einigen!

  • Empfehlung meinerseits: https://www.oo-software.com/de/shutup10 Ich nutze sehr bequem dieses freewareprogramm meines Festplatten-defragmentierers der Firma O&O

    Software GmbH aus Berlin, was in seinen Funktionen wohl Deinem Programm (Windows Update Blocker) ziemlich ähnelt:


    ShutUp10 von O&O ermöglicht es mir, selbst die Kontrolle darüber zu haben, welche Komfortfunktionen ich von Windows 10 nutzen möchte und welche Datenweitergaben mir zu weit gehen. Die angegebenen Empfehlungen geben genügend Tipps, welche Funktionen empfohlen und damit auch sicher deaktiviert werden können.


    O&O ShutUp10 ist komplett kostenlos und muss nicht installiert werden, sondern ist direkt lauffähig. Es wird keine weitere – ungewollte und unnötige – Software nachgeladen oder mitinstalliert!


    Mit einer kleinen, immer von mir aktuell kreierten Minidatei werden meine Einstellungen gesichert, so dass ich problemlos später diese Einstellungen ruckzuck wieder aktualisieren kann, sollte ich das Progrämmchen mal entfernt haben, nachdem man Windows eventuell mal neu installieren musste.


    Dieses Deaktivieren von mitgelieferten, internen und damit mitinstallierten Windows 10-Programmen reicht mir völlig und klappt hervorragend, d.h. mein Windows10 ist "entschlackt" und wunderbar schnell! :thumbsup01:

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