Hochvolt dampfen oder "wie ich lernte serielle Coils zu lieben" xD

  • Ich habe heute morgen meinen Titan mal umgerüstet von Dual Coil auf serielle Coils. Der Unterschied ist drastisch aus meiner Sicht.

    Vorher hatte ich da eine Dual Coil mit 0,27 Ohm drin die ich mit 4,5 Volt befeuerte (=75 Watt) und ich musste die Akkus jeden Tag mindestens einmal wechseln.

    Jetzt habe ich zwei Coils seriell drin mit 0,97 Ohm die ich mit dem maximum befeuere das der PWM Mod überhaupt kann, nämlich 8,4 Volt (=72,7 Watt) und die Akkus scheinen jetzt nach 10 Stunden noch immer voll zu sein (der PWM Mod zeigt die als voll an).


    Die Dampfmenge ist gleich, auch die Temperatur des Dampfes ist identisch (ich werde nur demnächst mal Coils verwenden die etwas weniger als 0,5 Ohm haben um bei der Leistung etwas Luft nach oben zu haben), aber die Akku Laufleistung scheint sich drastisch erhöht zu haben. Vorher habe ich zwei Akkuladungen pro 20ml Liquid verbraten, jetzt habe ich 20ml Liquid verdampft und die Akkus scheinen noch immer voll zu sein (ich bin mal gespannt wieviel Liquid ich pro Akkuladung verdampfen kann).

  • Ich hab mir auch das neue Deck geholt, aber noch nicht benutzt. Betreibe den Titan ja derzeit auf der Hadron mit dual 0.16 Ohm im "alten" Legodeck bei ca 65-70 Watt, gefällt mir gut. Aber du animierst mich gerade, das ich das andere Deck auch mal anteste. Würde mir da Coils so um die 0,35 Ohm single vorstellen (3x0,36+0,1), hoffe nur, das die dann nicht zu langsam werden. Klingt aber gut mit der Akkulaufzeit. Danke fürs animieren ;)

  • Es ist jetzt ein Rätselraten, wenn ich ehrlich bin..


    Beim Titan Mod, sind jeweils 2 Akkus Seriell geschaltet, insgesamt werkeln 4 Akkus


    Sind 2 x 4,2Volt = 8,4 Volt auf einer Schiene auf Ca. 1 Ohm(0,97) und das mal 2 genommen, würde doch den Strom halbieren, da 2 x 8,4 Volt.


    Wenn wir sagen, es liegen Ca 73 Watt an, sind es um die 13 Ampere.


    Auf einer Schiene wären es um die 26 Ampere oder habe ich da einen Denkfehler?

  • Ich würde sagen, der "lange Draht", also der höhere Widerstand. Man braucht halt weniger "Kraft" zum erwärmen, somit hält der Akku dann länger durch ? Wieviel Watt ist ja "egal", die Ampere sind das, was den Akku platt macht, soweit ich das richtig verstehe.

    100W sind nur die Menge, sagt aber nix über die Stärke aus, dafür sind die Ampere nur was über Kraft, aber nix über Menge aussagend.

  • Jetzt bin ich wieder an dem Punkt wo ich nicht weiter komme. Um beim Beispiel zu bleiben, 70 Watt = 25 A, unabhängig des Widerstandes. Wenn der Feuertaster immer 3 Sekunden gedrückt wird, egalisiert sich auch das unterschiedliche Anspringverhalter der Coil.


    Welchen Aspekt übersehe ich?

    Volt? Kann es demnach sein, dass bei einer bestimmten Volt ein Akku weniger Energie verbraucht?

  • Vielleicht bringt das ja Lichts ins Dunkle


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  • Wieso sind 25A immer 70 Watt ?


    Bei 0,3 Ohm und 70 Watt komm ich auf 15,28 A

    Bei 0,6 Ohm und 70 Watt komm ich auf 10,80 A


    Steigt also der Widerstand, sinken die Ampere


    Um eine bestimmte Temperatur zu erreichen, brauch ich mit mehr Widerstand weniger Ampere. Ich merke mir das mit Wasser, das durch ein Rohr gepresst wird. Der Durchmesser des Rohres ist der Widerstand, die Wassermenge die Watt und der Druck die Ampere. Temperatur dann die "Reibung", die beim durchdrücken Wärme erzeugt. So würde ich das mal "laienhaft einfach" erklären wollen


    Jetzt guck ich erstmal, was der Obi dazu sagt (und schlaf hoffentlich nicht ein, der ist immer bissl langweilig)

  • Die von mir genannte Dual Coul waren 0,27 Ohm, bei 4,5 Volt ergibt das 75 Watt bei knapp 17 Ampere.

    Die jetzt benutzte Wicklung hat 0,97 Ohm, bei 8,4 Volt ergibt das knapp 73 Watt bei etwas über 8 Ampere.


    Bei diesen seriellen Coils benutzt man die "Stacking" Formel: bei verdoppelter Spannung (Volt) muss ich den Widerstand (Ohm) vervierfachen um bei gleichbleibender Leistung (Watt) die Stromstärke (Ampere) zu halbieren.


    Wenn ich also zum Beispiel eine Wicklung mit 0,3 Ohm habe und die mit 4 Volt befeuere (53,33 Watt/13,33 Ampere), dann muss ich eine 1,2 Ohm Coil benutzen um bei 8 Volt wieder auf 53,33 Watt zu kommen, erreiche aber zugleich nur noch eine Stromstärke von 6,67 Ampere.


    2013 hatte ich eine Ego-T mit 'nem 650mAh Akku und einem 2,2 Ohm Verdampferkopf, damals musste ich den Akku vielleicht alle zwei Tage mal laden, heutzutage kämst du damit vielleicht 2 bis 3 Stunden hin xD

  • Gibt nur wenige, die wirklich mal das "warum" erklären, meist kommt da nur ein "wie". Und das ganze dann so schulmäßig und langweilig, da schalten viele gleich auf Durchzug :D Ich bin ja immer ein Fan von Analogien, das prägt sich einfacher ein, auch wenn es nicht "technisch 100%ig" ist.

    Wir wollen ja letztlich Wärme haben, keinen Strom. Der ist nur ein Mittel zur Wärmeerzeugung. Darum kommt man nur über die Stromgeschichte auch nicht ganz zu den Zusammenhängen.

    Wenn ich mit gleicher Stärke (A) die gleiche Menge (W) Strom durch einen Widerstand (R) drücke, erzeugt ein kleinerer Widerstand eben weniger Wärme wie ein großer. Hab ich also durch serielle Coils mehr Widerstand, brauch ich weniger Stärke, um auf die gleiche Temperatur zu kommen. Darum glüht ein 1,5 Ohm Coil bei 100 Watt einfach durch, während ein 0,1 Ohm Coil da noch freudig leuchtet. So erkläre ich das jedenfalls in einfachen Worten, natürlich sind da noch genauere Betrachtungen nötig für eine "wissenschaftliche Arbeit", aber fürs Dampfen reicht das in aller Regel auch in der Einfachheit.

  • Meine persönliche Erfahrung ist, dass Akkus in geregelten am längsten halten, wenn der AT möglichst wenig Leistung transformieren (hoch oder runterregeln) muss.

    Also wenn bei einem Akku die Leistung bei etwa 3,4 - 3,7 V abgegeben wird und Dual (sind ja fast alle seriell geschaltet) eben 6,8 - 7,5V.

    Ich denke dass je nach Regelungsart doch deutliche Verluste entstehen.


    Als zweites kommt die Stromstärke. Je höher die ist, umso stärker fällt die Spannung der Akkus unter Last und umso schneller schaltet auch der AT ab.

    Ich gehe davon aus, dass die Akkus beim Entnehmen eine tiefere Ruhespannung haben als bei der niedrigohmigen Wicklung.

  • Ohms Law.


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